Ein Auto mit dem Schriftzug Insignia vor einem Opel-Logo.
Besonders die Produktion des Insignia soll massiv zurückgefahren werden. Bild © picture-alliance/dpa

Autobauer Opel fährt seine Produktion in Rüsselsheim in diesem Jahr offenbar massiv zurück. Nach Medieninformationen rollen im Stammwerk künftig nur noch rund 68.000 Autos vom Band. Das wäre fast eine Halbierung des Jahresvolumens.

Videobeitrag
hs_240119

Video

zum Video Opel fährt offenbar Produktion zurück

Ende des Videobeitrags

Kurzarbeit war beim Autobauer Opel für das Stammwerk in Rüsselsheim für 2019 bereits angekündigt. Nun kommt es wohl noch schlimmer. Die Produktion soll massiv zurückgefahren werden. Wie die Allgemeine Zeitung erfahren haben will, will Opel die Jahresproduktion von 123.000 auf rund 68.000 Autos herunterfahren.

Die Zeitung beruft sich auf eine interne Mitarbeiter-Information der IG-Metall-Betriebsräte. Bereits im vergangenen Jahr hat Opel in Rüsselsheim die Produktion nach und nach zurückgefahren. Hauptgrund dafür war die schwache Nachfrage nach den Modellen Insignia und Zafira.

Im Dezember war erstmals bekannt geworden, dass das Opel-Management über die Umstellung von einem Zwei- auf einen Einschichtbetrieb nachdenkt. Dieses Modell soll nach den internen Informationen nun mit der Arbeitnehmervertretung verhandelt werden, schreibt die Allgemeine Zeitung weiter.

Opel schweigt zu Details

Opel wollte sich am Mittwochabend nicht zu Details der internen Planungen äußern. In einer kurzen Stellungnahme hieß es lediglich: "Opel passt die Produktion kontinuierlich an die Volumenplanung an. Diese Strategie ist auch vor dem Hintergrund der Konzentration auf profitable Vertriebskanäle zu sehen." Ziel sei es, die Auslastung der Werke weiter zu verbessern. Dies gelte natürlich auch für Rüsselsheim, erklärte ein Opel-Sprecher.

Aus informierten Kreisen erfuhr der hr, dass gerade "gewaltig etwas im Busch sei". Konkrete Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Der Betriebsrat war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.