Demo Opelaner
Demonstrierende Opelaner in Rüsselsheim. Bild © Roman Warschauer (hr)

Hunderte Beschäftigte des Autobauers Opel haben am Stammsitz Rüsselsheim gegen Verkaufspläne des Managements protestiert. Die Arbeitnehmer sind gegen den Verkauf von Teilen des Entwicklungszentrums an den Dienstleister Segula.

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Eine große Menschenmenge verließ am Donnerstagmorgen das Opel-Werksgelände in Rüsselsheim und zog in einem Demonstrationszug durch die Stadt. Am Vormittag fand eine Betriebsversammlung mit mehreren tausend Teilnehmern in der Opel-Halle K48 statt.

Die Arbeitnehmer wenden sich insbesondere gegen den im November vereinbarten Verkauf von Teilen des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ) an den Dienstleister Segula.

Demonstranten fühlen sich nicht informiert

Etwa 2.000 Ingenieure sollen bis zum nächsten Sommer den Arbeitgeber wechseln, weil Opel das Zentrum mit zuletzt rund 7.000 Beschäftigten nach eigenen Angaben nicht mehr auslasten kann. Die Demonstranten fühlen sich nicht ausreichend informiert, wie sie betonten. Keiner wisse, wie es im kommenden Jahr mit ihm weitergehe.

Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie "Keine Zukunft ohne Mitbestimmung" oder "Einstellungen jetzt". Jüngere Mitarbeiter verlangten: "Es geht um unsere Übernahme. Zukunft: Unbefristet."

IG Metall verlangt Schutz der Arbeitnehmer

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Opel-Zentrale in Rüsselsheim

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Opelaner wissen nicht, wie es weitergeht"

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Der Autohersteller war im Sommer 2017 von der französischen Peugeot-Mutter PSA übernommen worden, die inzwischen viele Teile der neuen Opel-Modelle zuliefert. Zudem laufen die Entwicklungsaufträge der früheren Konzernmutter General Motors aus den USA aus. Die IG Metall verlangt Schutzmechanismen für diejenigen Arbeitnehmer, die zu Segula wechseln.

Bislang sei keine der Forderungen umgesetzt, hieß es in einem Aufruf zu der Versammlung. Auch fehle eine konkrete Umsetzung der versprochenen Investitionen etwa für ein zweites Modell in Rüsselsheim.

Opel: "Teilverkauf beste Lösung"

Ein Unternehmenssprecher erinnerte an die Zusagen, sämtliche Werke zu behalten und dort zu investieren. Auch sei der Teilverkauf an Segula die beste Lösung, um die nicht mehr ausgelasteten Arbeitsplätze zu erhalten. Darüber sei man weiterhin im Dialog mit den Sozialpartnern, es seien aber noch nicht alle Fragen geklärt.