Entwurf zum geplanten "Barbarossa Outlet Center" in Gelnhausen
Kommt erstmal nicht: City-Outlet in Gelnhausen Bild © Stadt Gelnhausen

Die Pläne für das erste innerstädtische Outlet in Hessen sind vorerst vom Tisch. Die Gelnhäuser Stadtverordneten haben entschieden, dass die Verwendung des Gebäudes neu ausgeschrieben wird.

Alles wieder auf Anfang: Was aus dem ehemaligen Kaufhaus Joh in Gelnhausen wird, bleibt weiter unklar. Die Pläne für Hessens erstes City-Outlet sind jedenfalls erstmal vom Tisch. Die Stadtverordneten haben am Mittwochabend entschieden, dass die Stadt das Gebäude neu ausschreibt.

Damit können sich Investoren mit allen möglichen Plänen für die Nutzung des Komplexes bewerben. Danach soll entschieden werden, welcher Investor den Zuschlag bekommt. Ein Outlet ist damit also immer noch drin. Es könnte aber auch etwas völlig anderes einziehen. Offenbar gibt es auch einen Vorschlag, eine Paintball-Anlage zu eröffnen.

"Fünf Jahre versemmelt"

Die Entscheidung ist mit breiter Mehrheit im Stadtparlament gefallen. Gegen den Antrag von CDU, SPD, FDP und den Bürgern für Gelnhausen stimmten nur zwei Stadtverordnete der Grünen. "Wir haben die letzten fünf Jahre versemmelt", räumte Bürgermeister Daniel Christien Glöckner (FDP) ein. "Jetzt fangen wir neu an."

2015 hatte die Stadt das Gebäude gekauft, nachdem rund zwei Jahre zuvor das Traditionskaufhaus Joh pleite gegangen war. Die Kosten lagen bei knapp zwei Millionen Euro. Damals war schnell klar, dass ein Outlet-Center kommen sollte. Doch danach passierte nicht mehr viel, außer dass dieses Jahr zwei Investoren weggebrochen sind.

Sendung: hr-iNFO, 13.12.2018, 6:00 Uhr