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Audioseite Shark City vor endgültigem Aus

Hai-Aquarium

So recht hat eigentlich niemand mehr an den Bau von Europas größtem Hai-Aquarium geglaubt. Jetzt wollen auch die Pfungstädter Stadtverordneten endgültig den Stecker ziehen.

Das Schicksal von Shark City scheint besiegelt: Nach monatelanger Hängepartie zieht jetzt offenbar auch die Pfungstädter Politik die Reißleine und beerdigt die Pläne zu Europas größtem Hai-Aquarium.

Die Fraktion der Grünen hat am Mittwoch einen Antrag gestellt, den Verkauf der Grundstücke an die Betreibergesellschaft Seven Seas Aquariums zu stoppen. Die Stadtverordnetenversammlung möge "alle Beschlüsse, die den Verkauf eines Geländes an die Investoren von Shark City betreffen" aufheben, heißt es in einer Mitteilung.

Mehrheit unterstützt Antrag

Unterzeichnet haben auch die Fraktionen der Unabhängigen Bürger und der Freien Wähler. Zudem kündigte die SPD-Fraktion an, den Vorstoß zu unterstützen. Es gilt also als sicher, dass die Pläne für Shark City in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 12. Juli endgültig begraben werden. Zusammen kommen die Fraktionen auf 27 von insgesamt 37 Sitzen.

Hintergrund für diesen Antrag sei in erster Linie die Inaktivität von Seven Seas Aquariums. Auch Tierschutzgründe und Angst vor zu hohem Verkehrsaufkommen spielten eine Rolle, so die Grünen.

Der bevorstehende Beschluss der Stadtverordneten wäre das endgültige Aus für das schon lange stockende Projekt. In den letzten Wochen und Monaten kursierten bereits Gerüchte, der Betreibergesellschaft seien die Geldgeber weggebrochen und sie könne das Projekt nicht mehr finanzieren.

Weiterhin keine konkreten Pläne

Die Verantwortlichen von Seven Seas Aquarium waren abgetaucht und ließen reihenweise Fristen verstreichen. Bereits Anfang Mai hob die Hessische Landesgesellschaft (HLG) die Reservierung für das Grundstück im Gewerbegebiet auf, die Stadt kann das lukrative Gelände im Gewerbegebiet Nord-West nun an andere Interessenten verkaufen.

Am Mittwoch wagte sich Seven-Seas-Geschäftsführer Thomas Walter dann doch noch aus der Deckung und stand den Abgeordneten im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Rede und Antwort. Aber auch er konnte keine Hoffnung wecken, dass das Millionenprojekt bald realisiert wird.

Vielmehr bezeichnete Walter die Aufhebung der Grundstücksreservierung als "legitimen Schritt" und den möglichen Verkauf an andere Interessenten als "bittere Pille", die man schlucken müsse. Kingt nicht, als wäre er noch vollends von seinem Millionenprojekt überzeugt.

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