Pakete im Verteilzentrum

Im Rhein-Main-Gebiet dürften am Samstag etliche Pakete und Päckchen nicht ihren Empfänger erreichen: Die Gewerkschaft Verdi hat die Paketzusteller dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Paketzusteller im Warnstreik im Rhein-Main-Gebiet

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Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt bei der Post den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Es sei "mit massiven Einschränkungen in der Paketzustellung zu rechnen", kündigte Verdi an.

In der Frankfurter Zustellbasis in Rödelheim sind nach Verdi-Angaben etwa 150 Zusteller, in Rodgau 120 und in allen sieben Zustellzentren in Darmstadt und Wiesbaden etwa 200 Zusteller zu dem Warnstreik aufgerufen.

In den vergangenen Tagen hatten an verschiedenen Standorten bundesweit Post-Beschäftigte zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. Bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag beteiligten sich Beschäftigte des Briefzentrums Frankfurt, sowie rund 200 Postboten aus Nord- Mittel und Osthessen an den Protesten.

Post bietet 1,5 Prozent mehr

Eine Einigung in den Tarifverhandlungen für die etwa 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG ist bislang nicht in Sicht. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Deutsche Post gehöre zu den wenigen Unternehmen, die von der Corona-Krise deutlich profitiert hätten, argumentiert die Gewerkschaft. Die Post hat nach Verdi-Angaben den Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate angeboten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September geplant.

Sendung: hr-iNFO, 12.09.2020, 9.00 Uhr