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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zahl der Arbeitslosen im Juni weiter gesunken

Die Grafik zeigt die Arbeitslosenquote von Juni 2021 in der Höhe von 5,1%. Der daneben stehende Pfeil zeigt nach unten, da im Vormonat die Quote  bei 5,3 lag. Im Hintergund ist eine fotografischer Ausschnitt der Bundesagentur für Arbeit zu sehen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni weiter gesunken. Der Arbeitsmarkt in Hessen entspannt sich allmählich. Die Hoffnung auf ein Ende der Corona-Pandemie kurbelt die Wirtschaft an.

In Hessen gibt es im Juni weniger Arbeitlose als im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Mai um 4.000 gesunken, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Knapp 178.000 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote sank damit im Vergleich zum Mai um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent. Damit hat sich die Quote im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Im Juni 2020 lag sie noch bei 5,7 Prozent. Das Vorkrisenniveau von 4,3 Prozent kann allerdings noch nicht erreicht werden.

Weniger Kurzarbeit, größere Nachfrage bei Zeitarbeitsfirmen

Frank Martin, Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen, stellt einen deutlichen Aufholprozess am hessischen Arbeitsmarkt fest. Die Zahl der Beschäftigen nehme allmählich wieder zu. Denn die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie kurbele die Wirtschaft weiter an. Gleichzeitig sei die Zahl der Menschen in Kurzarbeit gesunken. Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heißt das, dass sie wieder in den Job kommen.

"Wir haben deutlich steigende Stellen im Bereich der freien Stellen, die uns gemeldet werden", sagt Martin. Auch die Situation am Ausbildungsmarkt verbessere sich. Gleichzeitig steige die Nachfrage nach Personal bei den Zeitarbeitsfirmen. Viele Unternehmen seien durch die Corona-Situation noch verunsichert und würden vorerst nur kurzfristig Personal einstellen. Das Vorkrisenniveau sei allerdings noch nicht erreicht. Das könne noch ein paar Monate dauern, so Martin.

"Die hessischen Betriebe können also mit Optimismus in das zweite Halbjahr starten", sagte Wirtschaftsminister Al-Wazir. Allerdings sei die Situation in einigen Branchen, vor allem in der Gastronomie und der Kultur- und Veranstaltungsbranche, weiterhin angespannt.

DGB: "Müssen zu neuer Ordnung am Arbeitsmarkt kommen"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen-Thüringen forderte am Mittwoch mit Blick auf die Arbeitsmarktzahlen, die richtigen Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen. "Wir müssen unbedingt zu einer neuen Ordnung am Arbeitsmarkt kommen", erklärte der Vorsitzende Michael Rudolph. Menschen mit Minijobs, zeitlich befristeten Arbeitsverträgen oder Solo-Selbständige seien der Krise nahezu schutzlos ausgeliefert gewesen. "Daher braucht es jetzt Reformen, die alle Beschäftigten in den Schutz der Sozialversicherungen mit einbezieht sowie das Ende der Möglichkeit, Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund zeitlich zu befristen."

Außerdem sprach sich Rudolph für einen Rechtsanspruch auf mobiles Arbeiten und die Festsetzung von Regeln für das Homeoffice aus. "Aus einer Vielzahl von Befragungen wissen wir, wo die Probleme liegen: das Arbeitszeitgesetz wird nicht eingehalten, die psychischen Belastungen nehmen zu." Flexibilisierung dürfe nicht einseitig aus Sicht der Unternehmen gedacht werden, so Rudolph.

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