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Ratswegbrücke in Frankfurt für Instandsetzung gesperrt

Pendler in Frankfurt müssen in den kommenden Monaten mit Verkehrsbehinderungen rechnen: Die stark befahrene Ratswegbrücke wird ab Montag wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Es ist das größte von 90 Verkehrsprojekten in diesem Jahr.

Tausende Autos und Lastwagen sowie Straßenbahnen rollen täglich über die Ratswegbrücke im Frankfurter Ostend. Sie verbindet den Ratsweg an der Eissporthalle mit der vielbefahrenen Hanauer Landstraße. Vor allem Pendler im Berufsverkehr stehen hier in den kommenden Monaten vor einer harten Bewährungsprobe: Ab Montag wird die wichtige Verkehrsader saniert. Die Brücke wird deshalb zunächst in Richtung Bornheim und Riederwald gesperrt. In den Sommerferien wird sie dann vollständig gesperrt.

Die Grafik zeigt auf einer Karte die Verortung der Ratswegbrücke im Frankfurter Ostend.

Der starke Verkehr hat der 163 Meter langen Brücke stark zugesetzt. Nach Angaben des Mobilitätsdezernenten Stefan Majer (Grüne) müssen "Verschleißteile" ausgetauscht und grundsätzliche Schäden behoben werden. So werden neue Geländer angebracht, Schäden an der Brückenunterseite repariert, die Beleuchtung erneuert und neue Gleise für die Tramlinie 12 verlegt. Zuletzt soll die Brücke einen neuen Fahrbahnbelag bekommen.

Nach Angaben der Stadt dauern die Arbeiten bis September. Die Gesamtkosten belaufen sich demnach auf 4,5 Millionen Euro.

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Umleitung ab 28. März

Die Ratswegbrücke ist wegen der Baumaßnahmen ab Montag in Richtung Bornheim und Riederwald gesperrt. Autos und Lkw müssen dann über die Hanauer Landstraße und die Habsburgerallee fahren. Alternativ kann auch über die A661 gefahren und an den Anschlussstellen Offenbach-Kaiserlei und Friedberger Landstraße gewendet werden.

Umgeleitet wird auch die Straßenbahn. Die Tramlinie 12 verkehrt für die gesamte Baustellenzeit zwischen Bornheim und Dieselstraße über die Wittelsbacherallee und den Zoo. Auch der Busverkehr ist betroffen: Die Busse der Linie 103 zwischen Bornheim und Offenbach verkehren gar nicht.

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Die Grafik zeigt auf einer Karte die Umfahrungsmöglichkeiten zur einseitig gesperrten Ratswegbrücke. Zwei Linien führen von der Brücke zu den alternativen  A661-Anschlüssen "Eckenheim" und "Friedberger Landstraße".

90 Baumaßnahmen in diesem Jahr

Die Stadt Frankfurt will fußgänger- und radfahrerfreundlicher werden. Deshalb will die Stadt neben der Ratswegbrücke im Frankfurter Osten zum Beispiel auch den Knotenpunkt zwischen Mainufer und Lyoner Straße umbauen sowie neue Überquerungen entlang der Eschersheimer Landstraße anbringen.

Laut Stadtrat Majer stehen insgesamt 90 Baumaßnahmen des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) in diesem Jahr an. "Wir müssen die Verkehrswende vorantreiben, umweltfreundlichere Mobiliätsformen fördern und den vorhandenen Verkehrsraum gerechter aufteilen", sagte Majer.

Nach der Sanierung der Ratswegbrücke steht der Abriss der Cassellabrücke im Stadtteil Fechenheim an. Die Fußgänger- und Fahrradbrücke ist schon seit 2019 aufgrund ihres maroden Zustands gesperrt.

U-Bahnstrecke zwei Wochen gesperrt

Ein weiterer größerer Umbau ist der Knotenpunkt zwischen Lyoner Straße und dem Mainufer. Hier baut die Stadt eine ebenerdige und damit barrierefreie Überquerung, die den Zugang zur Bürostadt im Stadtteil Niederrad erleichtern soll.

Außerdem soll es zwei neue Überquerungen an der Eschersheimer Landstraße geben: vom Marbachweg zur Straße Am Dornbusch und zwischen dem Sinaipark und der Klimschanlage. Beide Überquerungen führen über die U-Bahngleise. Für die Arbeiten wird deshalb die U-Bahnstrecke in den ersten beiden Wochen der Sommerferien voll gesperrt. Im städtischen Haushalt stehen für die Maßnahmen insgesamt rund 20 Million Euro zur Verfügung.

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