300 Tonnen Lebensmittel des nach Keimfunden geschlossenen Wurstherstellers Wilke in Twistetal (Waldeck-Frankenberg) werden vernichtet.

"Mit der Entsorgung der in der Firma Wilke noch vorhandenen Restbestände ist am heutigen Vormittag begonnen worden", sagte eine Sprecherin des Landkreises Waldeck-Frankenberg am Mittwoch. Der Kreis ist die zuständige Überwachungsbehörde und wird die Kosten zunächst übernehmen.

Waren des insolventen Fleischproduzenten werden mit drei Todesfällen und 37 Krankheitsfällen in Verbindung gebracht. Daher hatte der Kreis das Unternehmen in Twistetal-Berndorf vor drei Wochen geschlossen.

Mehrfach waren Listerien in Wilke-Fleisch nachgewiesen worden. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Wilke-Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung.