Zollrazzia Frankfurt
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Mit einem Großeinsatz sind Polizei und Zoll am Dienstagmorgen gegen organisierte Schwarzarbeit vorgegangen. Bei der Razzia in neun Wohnungen und Büros wurden neben Computern auch Bargeld und Schusswaffen beschlagnahmt.

Knapp 200 Beamte von Zoll und Polizei waren bei der Razzia in den frühen Morgenstunden im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen im Einsatz. Nach Angaben des Hauptzollamtes Darmstadt richteten sich die Durchsuchungen gegen eine Gruppe von Tätern, denen Steuerbetrug und die Hinterziehung von Sozialabgaben vorgeworfen wird.

Geladener Revolver beschlagnahmt

Insgesamt seien neun Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. Wegen einer "besonderen Gefährdungslage" mussten zwei Wohnungen durch Spezialkräfte des Zollkriminalamtes gesichert werden, wie die Behörde mitteilte. Details wurden nicht genannt. Bei den Durchsuchungen sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden, darunter neben Computern und Smartphones auch 50.000 Euro Bargeld sowie ein scharf geladener Revolver und eine Schreckschusspistole.

Im Kern richten sich die Ermittlungen gegen drei Hauptverdächtige im Alter von 39, 44 und 48 Jahren. Sie sollen Angestellte beschäftigt haben, ohne für sie Sozialabgaben abzuführen. Stattdessen wurden die Mitarbeiter mit Schwarzgeld in bar ausgezahlt. Es bestehe der begründete Verdacht, dass den Sozialkassen und dem Finanzamt insgesamt Einnahmen in sechsstelliger Höhe entgangen seien.

Sendung: hr1, 02.04.2019, 11:00 Uhr