Mit einem Pilotprojekt im Hochtaunuskreis könnte nach Ansicht von RMV-Geschäftsführer Knut Ringat der Einsatz von Seilbahnen im öffentlichen Nahverkehr getestet werden.

Noch in diesem Jahr werde das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zum Verhältnis von Kosten und Nutzen erwartet, sagte Ringat der Deutschen Presse-Agentur. "Seilbahnen allein können nicht die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft stillen, aber punktuell können sie auch in Ballungsräumen sehr sinnvoll sein", sagte Ringat. Sie könnten Tausende Fahrgäste pro Stunde transportieren, seien aber in nur wenigen Jahren zu bauen und zudem ganz leise unterwegs.

Die angedachte Linie in luftiger Höhe könne Fahrgäste von Schmitten über den Feldberg zur Hohemark in Oberursel transportieren. "Das wäre für Touristen und Pendler interessant", sagte Ringat. So könnten erste Erfahrungen mit dem Verkehrsmittel gesammelt werden. Kommendes Jahr könne es weitere Machbarkeitsstudien zu Seilbahnen an weiteren Stellen geben, in Frankfurt, Offenbach oder Limburg. Die Feldberg-Strecke hatte schon Hochtaunus-Landrat Ulrich Krebs (CDU) in die Diskussion eingebracht.