Die Schiersteiner Brücke verbindet die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz (hier im Hintergrund).

Erst eine Hälfte steht, doch bis Jahresende soll die Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz fertig werden. Noch im Januar könnte das letzte fehlende Teil vom Rhein aus eingepasst werden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bauarbeiten an der Schiersteiner Brücke werden wohl 2021 abgeschlossen

Das Bauteil der Schiersteiner Brücke ist an seinem Platz.
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Darauf warten vermutlich Zehntausende Autofahrer: Die neue Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz soll in der zweiten Jahreshälfte 2021 komplett fertig werden. Das teilte die Straßenbaugesellschaft Hessen Mobil mit.

Noch im Januar soll demnach bei ausreichend hohem Wasserstand im Rhein das letzte vormontierte Brückenteil auf einem Schiff "eingeschwommen", mit Stahlseilen in das neue Bauwerk eingehängt, hydraulisch hochgezogen und in den folgenden Monaten verschweißt werden.

Sechs Spuren geplant

Die Schiersteiner Brücke ist ein Knotenpunkt des Rhein-Main-Gebiets. Seit November 2017 rollt der Verkehr über den ersten Teil der geplanten Zwillingsbrücke über den Rhein. Beim Übergang vom rheinland-pfälzischen Ufer auf die neue Teilbrücke ist nur Tempo 40 auf den insgesamt vier schmalen Fahrstreifen erlaubt. An der zweiten parallelen Teilbrücke wird noch gebaut. Künftig soll die A643 dort sechsspurig sein.

Seit Jahresbeginn ist die neue Autobahngesellschaft des Bundes für die Erneuerung der A643-Brücke über den Rhein zwischen der hessischen und der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zuständig. Die Gesamtkosten für den Neubau sind mit 216 Millionen Euro beziffert.

90.000 Autos am Tag

Die Schiersteiner Brücke wurde in den 1960er Jahren für rund 20.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut, 2012 rollten täglich 90.000 darüber. Mit einem Bauunfall und einer Totalsperrung macht die alte vierspurige A643-Brücke im Jahr 2015 Schlagzeilen. Sie wurde anschließend abgerissen.

Sendung: hr-iNFO, 03.01.2021, 7.30 Uhr