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Audioseite Schiersteiner Brücke wird später fertig

Die Schiersteiner Brücke verbindet die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz (hier im Hintergrund).

Ende dieses Jahre sollte die neue Schiersteiner Brücke eigentlich wieder ganz für den Verkehr freigeben werden. Daraus wird nichts. Schuld ist laut Autobahn GmbH vor allem das Wetter.

Die komplette Freigabe des Verkehrs auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden soll erst Anfang des Jahres 2023 erfolgen. Als Gründe für die Verzögerung der Bauarbeiten nannte ein Sprecher der Niederlassung West der Autobahn GmbH am Donnerstag eine längere Schlechtwetterperiode mit viel Regen.

Erschwerend kam offenbar hinzu, dass ein Teil der betroffenen A643 als Umleitungsstrecke für den Verkehr dient, der wegen der seit Monaten gesperrten Salzbachtalbrücke auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden ausweichen müsse. Die Salzbachtalbrücke ist wegen Einsturzgefahr gesperrt. Sie soll am 6. November gesprengt werden.

Schweißen, abdichten, neuer Straßenbelag

Ursprünglich war geplant gewesen, die Rhein-Überquerung zwischen den Landeshauptstädten noch Ende dieses Jahres für den Verkehr freizugeben.

Die letzte Lücke der neuen Schiersteiner Brücke wurde Anfang des Jahres geschlossen. Danach sollten noch Schweiß- und Korrosionsschutzarbeiten sowie Abdichtungsarbeiten auf der gesamten Brückenoberfläche folgen. Zudem muss der Straßenbelag noch aufgebracht werden. Künftig soll die A643 hier sechsspurig sein.

Jahrelang gebaut

Die Schiersteiner Brücke ist ein Verkehrsknotenpunkt des Rhein-Main-Gebiets. Seit November 2017 rollen Autos und Lkw über den ersten Teil der geplanten Zwillingsbrücke über den Rhein.

Der alten Brücke war es wie so vielen anderen in Hessen ergangen: In den 1960er-Jahren für rund 20.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut, rollten 2012 täglich 90.000 darüber. Mit einem Bauunfall und einer Totalsperrung macht das vierspurige A643-Bauwerk dann im Jahr 2015 Schlagzeilen. Es wurde anschließend abgerissen.

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