Die Grafik stellt die Arbeitslosenquote in der Höhe von 4,5% dar.

Die Zahl der Arbeitslosen war in Hessen im August leicht rückläufig. Doch die sich abkühlende Konjunktur macht sich in einigen Branchen bereits bemerkbar.

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In Hessen ist die Arbeitslosigkeit im August nur leicht gesunken. Wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, lag die Zahl der Arbeitslosen bei 152.409. Das waren rund 700 weniger als im Juli und 1.029 weniger als im August letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug damit unverändert 4,5 Prozent.

Erste Entlassungen im produzierenden Gewerbe

"In Hessen besteht ein hoher Bedarf an Mitarbeitern in der Logistik, dem Einzelhandel und den pflegerischen und erzieherischen Berufen. Bereits heute ist der hessische Arbeitsmarkt auf Zuwanderung angewiesen", stellte Direktionsleiter Frank Martin fest.

Laut Martin hat es am Arbeitsmarkt aufgrund der Sommerferien keine großen Veränderungen gegeben. Grundsätzlich bezeichnet er die Entwicklung aber als uneinheitlich. Zum einen nehme die Beschäftigung noch weiter zu, es würden also immer noch Arbeitnehmer eingestellt. Zum anderen gehe die Arbeitslosigkeit aber nicht mehr so stark zurück wie in den letzten Jahren.

Nach Angaben von Martin ist das aber noch kein Einbruch am Arbeitsmarkt, auch wenn in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Lager-Logistik und Zeitarbeit schon Arbeitnehmer entlassen würden. In Hessen sei das deutlicher in Regionen mit einem hohen Anteil produzierenden Gewerbes zu spüren, wie beispielsweise im Lahn-Dill-Kreis, in Groß-Gerau oder im Marburger Raum.

Rhein-Main-Gebiet brummt dank Dienstleistungen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Noch kein Einbruch auf dem hessischen Arbeitmarkt

Eine Frau steht vor einer Zettelwand mit Stellenangeboten.
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Dagegen mache sich das im Rhein-Main-Gebiet mit seinem sehr hohen Dienstleistungsanteil noch nicht so bemerkbar. Hintergrund dieser Entwicklung insgesamt ist laut Martin die sich schon etwas abschwächende Konjunktur in Deutschland.

Im nächsten Monat könnte sich das Blatt zumindest für junge Menschen wenden, so Martin. "Zum Herbst kommt es üblicherweise zu Neueinstellungen. Zudem lassen Ausbildungs- und Studienbeginn die Zahlen arbeitsloser junger Menschen sinken. Diese positive Botschaft wird jedoch vermutlich mit einer deutlich ansteigenden Zahl nicht besetzter Ausbildungsstellen einhergehen."

Im besten Juli seit 1992 war die Zahl der Arbeitslosen in Hessen zuletzt wie in jedem Sommer gestiegen. 153.144 arbeitslos gemeldete Frauen und Männern waren aber immer noch 3.406 weniger als ein Jahr zuvor.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 29.08.2019, 13.00 Uhr.