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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Absatz bei Opel bricht um 6 Prozent ein

Der SUV "Grandland X" wird im Opel-Werk Eisenach montiert.

Der Absatz beim Autobauer Opel ist im Jahr 2019 um knapp sechs Prozent eingebrochen. Vor allem die Klassiker locken immer weniger Käufer hinter dem Lenkrad hervor. SUV hingegen ziehen auch in Rüsselsheim.

Der Rüsselsheimer Autobauer Opel hat im Jahr 2019 gemeinsam mit seiner britischen Schwesterfirma Vauxhall 977.000 Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Minus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Hersteller am Donnerstag mitteilte.

Beim französischen Mutterkonzern PSA brach der Absatz gar um zehn Prozent ein. Erhebliche Rückgänge gab es in Lateinamerika, Afrika, China und dem Mittleren Osten.

Klassiker in der Krise

Bei Opel hakte vor allem der Verkauf der Massenmodelle wie dem Astra, Insignia oder Mokka. Der Absatz des Insignia etwa schrumpfte um 28,5 Prozent von 71.341 auf 50.999.

Die Produktion des Mokka wurde Mitte des Jahres eingestellt. Ebenso liefen die letzten Autos der Modelle Cascada, Adam und Karl im vergangenen Jahr vom Band. Mit der Einstellung der verschiedenen Modelle begründete der Autobauer auch den Einbruch der Absatzzahlen.

Die schlechteren Verkaufszahlen dürften auch einer der Gründe für die jüngst bekanntgewordenen weiteren Sparpläne bei Opel sein. Bis Ende 2021 werden 2.100 Arbeitsplätze abgebaut – sollte sich die Marge nicht verbessern, könnten in den folgenden Jahren bis zu 2.000 weitere Stellen gestrichen werden.

SUV gehen immer

Verschont von den roten Zahlen blieb 2019 die SUV-Sparte. Der Grandland X legte um 29 Prozent zu (103.170 verkaufte Modelle), der Crossland X um knapp 28 Prozent (130.935). Damit liegt Opel genau im Deutschlandtrend: In der Bundesrepublik wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Million der Straßengeländewagen zugelassen. Der Marktanteil bei SUV liegt deutschlandweit damit bei über 30 Prozent.

Die Konzernmutter PSA treibt derweil weiter ihre Elektropläne voran. Bis 2025 soll die gesamte Produktpalette auch in einer elektrisierten Variante verfügbar sein, hieß es in einer Mitteilung. Vom Opel-Elektro-Modell Ampera-E wurden 2019 knapp 5.000 Modelle verkauft. Das entspricht einem Plus von 95 Prozent.

Fusion mit Fiat-Chrysler geplant

Die Opel-Mutter PSA hatte sich im Herbst mit dem italienisch-amerikanischen Autohersteller Fiat-Chrysler auf einen Zusammenschluss verständigt. Derzeit laufen Fusionsgespräche der beiden Konzerne. Damit soll der weltweit viertgrößte Hersteller entstehen mit einem angestrebten Absatz von 8,7 Millionen Fahrzeugen pro Jahr.

Durch den Zusammenschluss sollen jährlich rund 3,7 Milliarden Euro eingespart werden. Beide Unternehmen betonten, die Einsparungen sollten ohne Werksschließungen erreicht werden.

Sendung: hr-iNFO, 16.1.2020, 10.20 Uhr