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Bleibt das Euro-Symbol jetzt doch?

Das Frankfurter Euro-Symbol am Willy-Brandt-Platz ist ein berühmtes Fotomotiv der Stadt. Doch dem Zeichen droht die Versteigerung. Die Stadt beteuert nun, sie wolle die Skulptur retten. Die Kosten will sie allerdings nicht alleine tragen.

Das weithin bekannte Euro-Symbol im Frankfurter Bankenviertel soll nach dem Willen der Stadt erhalten bleiben. Der zuständigen Dezernentin Eileen O'Sullivan (Volt) sei sehr an einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung gelegen, erklärte eine Sprecherin am Freitag auf Anfrage.

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Was soll mit dem Euro-Zeichen passieren?

Die Stadt sei grundsätzlich gewillt, einen finanziellen Beitrag zu leisten. Die städtische Haushaltslage sei allerdings angespannt, betonte die Sprecherin. Noch liefen Gespräche dazu, auch mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Land Hessen. Das Frankfurter Kultur Komitee, das Besitzer der Skulptur am Willy-Brandt-Platz ist, hatte zuvor eine Versteigerung ins Spiel gebracht, da die finanziellen Mittel für den Unterhalt der Leuchtskulptur aufgebraucht seien.

Instandhaltung kostet 200.000 Euro jährlich

Gründe seien vor allem zunehmender Vandalismus und der Absprung wichtiger Sponsoren während der Corona-Krise, sagte Vorstandsmitglied Manfred Pohl. Wenn die Finanzierung nicht geklärt wird, soll die Skulptur am 15. Oktober versteigert werden.

Die Instandhaltung des Zeichens kostet dem gemeinnützigen Verein zufolge 200.000 Euro im Jahr. Das Komitee schlug vor, diese Kosten zwischen Sponsoren, der EZB, der Stadt Frankfurt und dem hessischen Finanzministerium zu teilen.

Finanzierung oder Versteigerung?

Aufgestellt wurde die 14 Meter hohe Skulptur des Künstlers Ottmar Hörl zur Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zum Jahreswechsel 2001/2002 vom Frankfurter Kultur Komitee.

Das Wahrzeichen sei Kultur in Frankfurt, ein Alleinstellungsmerkmal und ein Symbol für den Zusammenhalt Europas. "Wir fordern, dass die Stadt einen wesentlichen Teil der Finanzierung übernimmt und durch Videoüberwachungen dem Vandalismus entgegenwirkt", sagte Pohl.

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