Große regionale Unterschiede beim Einkommen in Hessen
Große regionale Unterschiede beim Einkommen in Hessen Bild © hessenschau.de, Imago

Das verfügbare Einkommen ist überall in Hessen gestiegen. Doch die Unterschiede zwischen den Landkreisen und Städten sind teilweise enorm. So können etwa Einwohner des Hochtaunuskreises fast doppelt so viel ausgeben, wie der durchschnittliche Offenbacher.

Jeder Hesse und jede Hessin hatte im Jahr 2016 im Schnitt 22.500 Euro zur freien Verfügung. Damit liegt das Land über dem Bundesschnitt von 20.533 Euro. Die regionalen Unterschiede in Hessen beim verfügbaren Einkommen sind jedoch groß, wie die Zahlen aufzeigen, die das Statistische Landesamt am Donnerstag veröffentlicht hat.

Schlusslicht Offenbach

So konnte demnach etwa der durchschnittliche Bewohner des Hochtaunuskreises (31.612 Euro) auf fast 14.000 Euro mehr zurückgreifen, als Menschen in der Stadt Offenbach (17.687 Euro).

Hinter dem Hochtaunuskreis folgen der Main-Taunus-Kreis (26.600) und der Rheingau-Taunus-Kreis (24.700) auf Rang zwei und drei. Die niedrigsten Werte verzeichnen der Werra-Meißner-Kreis (19.800) sowie die kreisfreien Städte Kassel (18.900) und eben Offenbach. In unserer interaktiven Karte können Sie erfahren, wie hoch das verfügbare Einkommen in Ihrem Kreis ist:

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Erfreulich ist, dass das Einkommen erstmals seit 2012 in allen Landkreisen und Städten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Am stärksten stieg der Wert im Werra-Meißner-Kreis (+2,4%) und in den Kreisen Limburg-Weilburg und Odenwald (je +2,3%). Schlusslicht ist erneut die Stadt Offenbach (+0,5%).

Weitere Informationen

Was ist das verfügbare Einkommen?

Das ist der Betrag, der den Einwohnerinnen und Einwohnern nach Abzug der direkten Steuern und Sozialbeiträge und unter Berücksichtigung von Renten, Pensionen, Kindergeld sowie weiterer Sozialleistungen zur Verfügung steht. Darin werden auch Einkommen aus selbständiger Arbeit und Kapitaleinkünfte berücksichtigt.

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Sendung: hr1, 20.09.2018, 17 Uhr