Die Grafik zeigt eine Kombination aus Taschenrechner, Uhr, Geldscheinen und verschiedendene Verkehrsmitteln.

Lohnt es sich, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren? Oder geht es mit der Bahn schneller? Was kostet eigentlich mehr? Und wie sieht es mit der Umweltbelastung aus? Finden Sie es heraus - mit dem #hrpendler-Rechner.

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hs
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Millionen Hessen pendeln jeden Tag zum Arbeiten in eine andere Stadt oder Gemeinde. Die meisten nehmen das Auto, nur jeder Sechste nutzt die Bahn. Ob es sich lohnt, das Verkehrsmittel zu wechseln, hängt von mehreren Faktoren ab:

Wie lange dauert die Fahrt? Wie viel kostet das Pendeln mit Bahn oder Auto? Auch die Umweltbelastung kann bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

Karte und Rechner als Entscheidungshilfe

Das hr-Datenteam hat darum zwei Tools entwickelt, die bei der Entscheidung helfen können. Die angezeigten Zahlen sind Richtwerte - mehr über die Datengrundlage finden Sie am Ende des Artikels.

So funktioniert der Rechner

Geben Sie in den Auswahlmenüs an, wo Sie starten wollen und wohin es gehen soll. Die Liste der Ziele umfasst die 25 Gemeinden in Hessen, in die täglich mehr als 10.000 Menschen pendeln. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, zeigt der Rechner drei Werte an:

  • Dauer: So viel Zeit kostet das Pendeln pro Werktag (Hin- und Rückweg insgesamt) für die gewählte Strecke, wenn man ungefähr um 9 Uhr ankommen und um 17 Uhr wieder nach Hause fahren möchte.
  • Kosten: So viel kostet ein Tag Pendeln auf der gewählten Strecke. Für das Auto werden Benzinkosten eines mittelgroßen Pkw berechnet. Für die Autohaltung fallen zwar noch Fixkosten wie Versicherung oder Kfz-Steuer an, diese sind aber stark abhängig von der jährlichen Fahrleistung. Weil es dadurch schwierig wird, die Fixkosten zu pauschalisieren, sind im Rechner nur die Benzinkosten aufgeführt. Der ADAC bietet hierzu eine Berechnung an. Der Wert für die öffentlichen Verkehrsmittel entspricht dem täglichen Anteil an einer Jahreskarte.
  • Umweltbilanz: So viel CO2 wird bei Hin- und Rückweg insgesamt ausgestoßen.
Weitere Informationen

Es hat zum Pendlerrechner viele Rückfragen und Anmerkungen gegeben; Fragen und Antworten finden Sie hier. Ihre Kommentare fließen derzeit in eine überarbeitete Version des Rechners ein.

In der ersten Version von Rechner und Karte ist uns ein Fehler bei der Berechnung der Kosten für das Autofahren unterlaufen. Für die Kostenberechnung wurde nur eine Strecke anstatt Hin- und Rückweg angesetzt. Dieser Fehler ist nun korrigiert, wir bitten um Entschuldigung.

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Hinweis: Leider funktioniert der Rechner aktuell nicht im Microsoft-Browser "Internet Explorer". Wir arbeiten an einer Lösung.

So funktioniert die Karte

Im Auswahlmenü können Sie eine von 25 Zielgemeinden auswählen. Außerdem können Sie wählen, ob Sie sich die Dauer des Pendelns, die Kosten oder den CO2-Ausstoß anzeigen lassen möchten. Die Karte zeigt den Wert für die anderen Gemeinden dann in farbigen Stufen an. Unten können Sie mit einem Schieberegler außerdem einstellen, ob Sie die Werte für das Auto oder für die Bahn sehen möchten.

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Fragen und Antworten zur Datengrundlage

Wie sind die Start- und Zielorte definiert?
Für die Autostrecken wurden als Start- und Zielorte Koordinaten gewählt, die ungefähr im bewohnten Zentrum der Gemeinde liegen. Für Bus- und Bahn wurden die Stationen in der Gemeinde ausgewählt, an denen die meisten und wichtigsten Verbindungen abfahren.

Woher kommen die Daten für das Auto?
Die Dauer und die Entfernung der Verbindungen stammt vom Anbieter Open Route Service (ORS). ORS bezieht keine aktuellen Verkehrsdaten in die Berechnung ein, ein Abgleich mit anderen Navigationsdaten zeigt aber, dass die Zeitangabe von ORS in der Regel der Berechnung anderer Anbieter mit Verkehrsdaten entspricht.

Wie berechnen sich die Kosten und der CO2-Ausstoß für das Auto?
Für die Berechnung wird ein durchschnittlicher Mittelklasse-Wagen mit einem Verbrauch von 8 Litern Benzin pro 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 180 Gramm pro Kilometer angenommen. Der Benzinpreis für die Kostenberechnung ist der durchschnittliche Preis für einen Liter Superbenzin im Jahr 2018, das entspricht 1,456 Euro. (Quelle: Verband der Mineralöl-Wirtschaft)

Woher kommen die Daten für Bus und Bahn?
Die Verbindungen wurden von den Datenbanken der in Hessen aktiven Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN abgefragt. Der Rechner zeigt die Dauer für die jeweils kürzeste Verbindung an einem Werktag an, wenn man ungefähr um 9 Uhr ankommen und um 17 Uhr wieder nach Hause fahren möchte.

Wie berechnen sich Kosten und CO2-Ausstoß bei den öffentlichen Verkehrsmitteln?
Die Kosten entsprechen einem Anteil an der Jahreskarte für die jeweilige Verbindung. Die Kosten für die Jahreskarte werden dafür durch 220 Arbeitstage geteilt. Für die Berechnung des CO2-Ausstoßes wird ein Wert von 65 g CO2 pro Personenkilometer angenommen (Quelle: Umweltbundesamt).

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Ihre Kommentare Wie viel Geld, Zeit - und Nerven - kostet Sie das Pendeln?

95 Kommentare

  • Bei mir kommen die Werte gut hin, mit dem Auto bin ich in knapp unter einer Stunde in Frankfurt Höchst, mit der Bahn brauche ich inklusive mit dem Pkw zum Bahnhof knapp 40 Minuten länger. Würde ich tatsächlich nur den ÖPNV nutzen wären es sicher nochmal 15-20 Minuten mehr pro Strecke, dann wäre es aber deutlich über der ÖPNV Angabe.

    Ich werde wohl auch in Zukunft hauptsächlich mit der Bahn fahren, morgens kann ich nochmal die Augen zu machen und Nachmittags ein Buch lesen. Nervig sind schlechte Auskünfte der Bahn über Verspätungen und Ausfälle obwohl die Möglichkeiten mit dem Streckenagenten ja gegeben wären. Da wird man dann schon mal in einen Zug gelassen obwohl man weiß das der Zug garnicht erst ankommen wird! Ja, auch manche Mitinsassen sind manchmal nervig, wobei die meist keine Pendler sind.

    Das Auto hat den Scharm der kurzen Fahrzeit, man muss aber früh hin und zurück. Halbe Stunde später klappt das schon nicht mehr. Nervig sind die vielen Lkw die dann auch noch Überholen

  • Der Rechner ist für die tatsächliche Strecke nicht geeignet. Wohne in Hofheim und arbeite in Darmstadt Stadtteil. Benötige mit dem Auto ca. 35 Minuten.
    Habe versuchsweise die Öffentlichen getestet und bin hier fast 2,5 Std. unterwegs - einfach - verbunden mit einem Umsteige-Marathon.
    So lange hier keine Verbesserung in Sicht ist, sehe ich keine Alternative zum Auto.

  • Inzwischen bin ich in Rente. Aber ich bin von 1998 bis 2011, also 13 Jahre lang von Michelstadt nach Frankfurt Dornbusch mit ÖPNV gependelt. Ich habe um 7 Uhr das Haus verlassen, um um 9 Uhr am Arbeitsplatz zu sein.Habe 8 Stunden gearbeitet mit einer Stunde Mittagspause, also um 18 Uhr den Arbeitsplatz verlassen und bin um 20 Uhr zu Hause angekommen. Immer Stress - ist die U-Bahn pünktlich, bekomme ich den Zug - oft leider nicht. Es war immer knapp. Ich denke, Im Odenwald gibt es einige, die noch länger unterwegs sind wegen der Busanfahrten aus kleinen Orten. Anfangs konnte ich noch die Züge der Deutschen Bundesbahn benutzen. Die waren zwar alt, aber hatten mehr Platz und Polster, die die Erschütterungen abfederten. Dann wurden uns die Itinos der Vias verordnet, ausgesucht von Menschen, die nicht täglich pendeln mussten. In einem Itino für 1 stunde 20 morgens und 1 stunde 20 abends zu sitzen ist eine Qual. Umziehen war keine Option wegen des Arbeitsplatzes meines Mannes.

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