Stada-Firmensitz in Bad Vilbel.

Das Bad Vilbeler Pharma-Unternehmen Stada übernimmt für knapp 600 Millionen Euro Geschäfte vom japanischen Konzern Takeda. Es ist die größte Übernahme der Firmengeschichte.

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Der Arzneihersteller Stada mit Hauptsitz in Bad Vilbel (Wetterau) übernimmt für 660 Millionen Dollar - knapp 593 Millionen Euro - ein Medikamentenportfolio des japanischen Konkurrenten Takeda Pharmaceutical.

500 Mitarbeiter sollen wechseln

Der Deal umfasse 20 Medikamente, darunter Vitaminpräparate, Nahrungsergänzungsmittel sowie verschreibungspflichtige Arzneien gegen Diabetes, Heiz-Kreislauf-Erkrankungen und Atembeschwerden, teilte Stada am Dienstag mit. Sie wurden demnach bisher in Russland, Georgien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan verkauft.

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Für den Arzneimittelhersteller, der für Marken wie das Grippemittel Grippostad und die Sonnenmilch Ladival bekannt ist, ist es der bislang größte Zukauf seiner Unternehmensgeschichte. Nach Abschluss des Deals, der im ersten Quartal 2020 geplant ist, sollen etwa 500 Vertriebs- und Marketingmitarbeiter von Takeda zu Stada wechseln. Die Hessen mit einem Jahresumsatz von gut 2,3 Milliarden Euro beschäftigten weltweit zuletzt rund 10.400 Menschen. 

Stada erwägt, Herstellung selbst zu übernehmen

Für die Produktion wird den Angaben zufolge zunächst weiter Takeda verantwortlich sein. Stada erwäge, die Herstellung selbst zu übernehmen, das werde frühestens Ende 2020 der Fall sein, sagte ein Sprecher.

Erst am Montag hatte der Pharmakonzern, der seit 2017 den Finanzinvestoren Bain und Cinven gehört, den Kauf des Arzneiherstellers Walmark in Tschechien angekündigt - laut Insidern für einen dreistelligen Millionenbetrag. Auch er soll das Geschäft in Osteuropa stärken.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 5.11.2019, 16.45 Uhr