Eine Flugbegleiterin geht auf dem Flughafen in Frankfurt am Main zur Arbeit in die Lufthansa-Basis.

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat zu einem 48-stündigen Streik bei der Lufthansa aufgerufen. Die Flugbegleiter sollen Donnerstag und Freitag ihre Arbeit niederlegen. Das Unternehmen will den Streik mit rechtlichen Mitteln stoppen - und arbeitet an einem Ersatzflugplan.

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Startende Lufthansa-Maschine, Lufthansa-Flieger am Boden am Flughafen
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Die Gewerkschaft Ufo hat einen zweitägigen Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft angekündigt. Die Flugbegleiter sollen am Donnerstag und Freitag dieser Woche (7. und 8. November) alle Abflüge aus Deutschland bestreiken, teilte die Gewerkschaft am Montag auf ihrer Homepage mit.

Lufthansa erkennt Gewerkschaftsvorstand nicht an

Für Lufthansa und vier Tochtergesellschaften des Konzerns hat Ufo jeweils separate Tarifforderungen aufgestellt und sich im Vorfeld in Urabstimmungen die Zustimmung der Mitglieder zu den Streiks geholt. Diese lag nach gewerkschaftlichen Angaben zwischen 77,5 und 96,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Ufo fordert von der Lufhansa, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Lufthansa erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt daher Verhandlungen mit Ufo seit Monaten ab. Die DGB-Gewerkschaft Verdi stünde als Alternative zu Verfügung, hatte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten hinter sich.

Lufthansa prüft rechtliche Schritte gegen Streik

Lufthansa will den angekündigten Streik mit juristischen Mitteln stoppen. Man verurteile den "massiven" Aufruf der Gewerkschaft Ufo auf das Schärfste und prüfe rechtliche Schritte dagegen, erklärte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Gleichzeitig werde mit Hochdruck an einem Ersatzflugplan gearbeitet

In der Auseinandersetzung hatte Ufo bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.

Ufo-Neuwahlen im Februar

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Gewerkschaft Ufo kündigt zweitägigen Streik bei Lufthansa an  

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Die Ufo-Mitglieder hatten ihren nur noch aus zwei Personen bestehenden Rumpfvorstand im Amt bestätigt. Vor erheblichen innergewerkschaftlichen Querelen hatten dem Gremium noch sieben Mitglieder angehört.

Ein Abwahlantrag gegen die Ufo-Vorsitzende Sylvia de la Cruz und ihren Stellvertreter Daniel Flohr wurde mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, wie ein Ufo-Sprecher erklärte. Für die Abwahl hätten nur drei Mitglieder gestimmt. De la Cruz und Flohr sollen die Spartengewerkschaft bis zur bereits eingeleiteten Neuwahl am 14. Februar 2020 weiterführen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 04.11.2019, 16.45 Uhr