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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mietrekorde für studentisches Wohnen in Darmstadt und Frankfurt.mp3

Suchanzeige für eine günstige Wohnung an der Uni Frankfurt

Überall in Deutschland müssen Studierende für ihre Unterkünfte deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. In den Hochschulstädten Darmstadt und Frankfurt zogen die Mieten besonders stark an.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Finanzberaters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind in Darmstadt und Frankfurt die Mieten für Studierende besonders stark angestiegen. Bundesweit kletterten demnach die Mieten für eine Musterwohnung binnen eines Jahres um durchschnittlich 4,6 Prozent - in den beiden hessischen Hochschulstädten allerdings um acht Prozent.

Deutlich über der bundesweiten Durchschnittmiete

Damit liegen Darmstadt und Frankfurt bundesweit beim Preisanstieg bei Studierendenwohnungen an der Spitze. Der Analyse zugrunde gelegt wurde eine Wohnung mit 30 Quadratmetern in normaler Ausstattung, erbaut im Jahr 1995 und mit 1,5 Kilometern Entfernung zur Universität.

In Frankfurt zahlen angehende Akademikerinnen und Akademiker für eine solche Wohnung im Schnitt 505 Euro warm. Die Mainmetropole belegt damit nach München und Stuttgart Platz drei der teuersten Studienstädte in Deutschland. Darmstadt kommt an sechster Stelle. Hier sind für eine solche Musterwohung im Schnitt 458 Euro fällig.

Bundesweit müssen Studierende an die 403 Euro im Monat für ihre Unterkunft einplanen. Insgesamt wurden für die Studie die Mieten in 30 Hochschulstädten analysiert. Augenfällig ist auch der Preisanstieg im langfristigen Vergleich. 2010 lag die Durchschnittsmiete für eine Musterwohnung in Frankfurt noch bei 381 Euro, in Darmstadt bei 360 Euro.

Viel Konkurrenz bei der Suche nach kleinen Wohnungen

"Nicht nur Studierende suchen kleine Wohnungen in guten Lagen, sondern auch junge Erwerbstätige, Fernpendler oder Senioren - daher ist der Preisdruck in diesem Segment besonders hoch", erklärte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am IW. Entsprechend wohnten immer mehr Studenten bei ihren Eltern oder in Wohngemeinschaften.

Zugleich seien die Einkommen der Studenten in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich rund 900 Euro pro Monat stagniert, wie die Autoren der Studie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels schreiben. Der zu diesem Wintersemester gestiegene Wohnzuschlag als Bestandteil des Bafögs reiche selbst als Höchstsatz (325 Euro) in mehr als zwei Dritteln der Städte nicht für die Miete einer Musterwohnung aus.

Sendung: hr-iNFO, 25.09.2019, 10.40 Uhr