Foto eines Streikaufrufs in Form eines Posters von verdi an einem Klinikeingang. Im Hintergrund ist ein Pfleger zu sehen.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sind die Warnstreiks angelaufen. Der Schwerpunkt liegt auf Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

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hr-Reporter Jonas Schulte am Klinikum Höchst
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Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Der Schwerpunkt der Proteste liegt auf Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und einzelnen Trägern der sozialen Arbeit. "Die Leute stehen mit Abstand zusammen", sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. "Die Stimmung ist gut. Die Leute sind sehr entschlossen."

Mit der Frühschicht seien bereits Aktionen in Frankfurt und Offenbach angelaufen, erklärte die Sprecherin. Proteste sollte es auch in Friedberg und Bad Nauheim (zu den Einrichtungen) geben. Die Warnstreiks sollten bis zur Spätschicht gehen. "In den Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen ist die Notfallversorgung sichergestellt. Geplante Operationen könnten verschoben werden", hatte Verdi im Vorfeld mitgeteilt. In mehreren Bundesländern hatten schon am Dienstag die angekündigten Warnstreiks begonnen.

Zweite Runde ohne Annäherung

Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks ihre Lohnforderungen im laufenden Tarifstreit mit Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden.

Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die zweite Verhandlungsrunde war am Wochenende in Potsdam ohne Annäherung zu Ende gegangen. Bund und Kommunen hatten dort noch kein Angebot vorgelegt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Foto eines Streikaufrufs in Form eines Posters von verdi an einem Klinikeingang. Im Hintergrund ist ein Pfleger zu sehen.
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Diese Einrichtungen werden bestreikt:

Rhein-Main

  • Klinikum Frankfurt Höchst
  • Einrichtungen des AWO Bezirksverbandes Hessen Süd im ver.di-Bezirk Frankfurt und Region
  • AWO-Kreisverband Frankfurt
  • AWO-Johanna Kirchner Stiftung
  • Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe
  • Frankfurter Verein für soziale Heimstätten
  • Praunheimer Werkstätten
  • Henry und Emma Budge Stiftung
  • Verein für Arbeits-und Erziehungshilfe
  • Sana Klinikum Offenbach
  • Seniorenzentrum Offenbach
  • Oberurseler Werkstätten

Mittel- und Osthessen

  • Gesundheitszentrum Wetterau mit den Klinken Bürgerhospital in Friedberg, Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim und dem städtischen Haus in Schotten

Sendung: hr-iNFO, 24.09.2020, 06.00 Uhr