Bei der Abwicklung der Thomas-Cook-Pleite sind die Ansprüche Zehntausender Urlauber noch ungeklärt.

Rund zehn Prozent der Fälle ließen sich keiner eindeutigen Buchungsnummer zuweisen, erklärte der Versicherer Zurich auf Anfrage der Tageszeitung Die Welt (Mittwoch). Weitere rund 35.000 Fälle könnten wegen inkorrekter Kontonummern nicht angewiesen werden oder erwiesen sich als Doppelerfassungen, hieß es bei dem Unternehmen, das rund 220.000 Kunden des insolventen Reiseveranstalters befriedigen soll.

Zurich ist nach eigenen Angaben in die aufwendige Einzelfallprüfung eingestiegen, um bis Juni alle Fälle zu regulieren. Die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro reicht allerdings neben den Rückführungskosten von knapp 60 Millionen Euro nur für einen Anteil von 17,5 Prozent der Forderungen. Den Rest sollen die Touristen vom Bund in einem gesonderten Verfahren erstattet bekommen. Laut Insolvenzverwaltung hat sich dazu aber erst jeder zweite Berechtigte angemeldet.