Mehr als 20 Jahre nach dem Börsengang der Telekom AG im Jahr 2000 muss der zugehörige Anlegerschutzprozess noch einmal aufgerollt werden.

Der Bundesgerichtshof hat den Musterentscheid des Oberlandesgerichts Frankfurt erneut in Teilen aufgehoben und zur Neuverhandlung zurückverwiesen, wie die Justiz am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Hintergrund sind umstrittene Telekom-Angaben der Bilanzen von 1999. Hinter dem Musterverfahren stehen rund 16.000 klagende Kleinaktionäre, die Schadenersatz für ihre erlittenen Kursverluste von rund 80 Millionen Euro fordern.