Flugzeug des Reiseveranstalters Thomas Cook auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt

Nach den Herbst- fallen auch die Weihnachtsferien für Thomas-Cook-Urlauber flach. Der insolvente Veranstalter hat alle Touren bis zum Jahresende abgesagt. Investoren sollen den Betrieb im nächsten Jahr gewährleisten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Thomas Cook sagt Reisen bis Jahresende ab

Thomas Cook
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Der insolvente Reiseveranstalter Thomas Cook Deutschland hat alle Reisen bis Ende des Jahres abgesagt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Oberursel (Hochtaunus) mit.

Betroffen sind Kunden, die eine Reise bei Thomas Cook oder Tochterunternehmen wie Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen oder Air Marin gebucht haben - und deren Reisebeginn ursprünglich bis einschließlich 31. Dezember geplant war.

Was mit Reisen passiert, die für die Zeit nach dem Jahreswechsel gebucht wurden, ist noch nicht klar. Allerdings hatte das Unternehmen zuletzt den Stichtag immer weiter nach hinten verschoben. Ursprünglich waren nur die Reisen bis Ende Oktober gecancelt worden.

Wenigstens Planungssicherheit für die Kunden

"Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten", sagte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook GmbH. "Mit dieser Entscheidung möchten wir aber auch eine größere Planungssicherheit insbesondere über die Weihnachtsfeiertage schaffen. Denn wir wissen, dass die Unklarheit der vergangenen zwei Wochen für unsere Kunden und Vertriebspartner sehr schwierig war. Dafür bitten wir von Herzen um Entschuldigung."

Thomas Cook Deutschland teilte zudem mit, man arbeite daran den Geschäftsbetrieb fortführen zu können. Es gebe ein großes Interesse von möglichen Investoren an der Deutschlandtochter des insolventen britischen Reisekonzerns.

Mittlerweile seien fast alle der 140.000 Reisenden wieder zurückgebracht worden, die zum Zeitpunkt der Einleitung des Insolvenzverfahrens im Urlaub waren, hieß es am Mittwoch. Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite der britischen Mutter geraten.

Sendung: hr-iNFO, 09.10.2019, 13 Uhr