Der Wassermangel im Edersee hat dem Tourismus in der Ferienregion offenbar nicht geschadet. In den ersten acht Monaten 2018 kamen mehr Touristen als im Vorjahreszeitraum.

"Wir haben teilweise Zuwächse von bis zu zehn Prozent", sagte Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee Touristic. Das sei trotz "schwieriger Situation ein überraschend gutes Ergebnis".

Der Edersee hat derzeit so wenig Wasser wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die Wasserabgabe aus dem nordhessischen Stausee ist ein Politikum. Sie sichert die Schifffahrt auf der Weser. Wassermangel gilt eigentlich als Problem für den Tourismus. Allerdings lockte viele Gäste offenbar auch das "Edersee-Atlantis", also die durch die Trockenheit im See auftauchenden Ruinen verlassener Dörfer.