Eine Sandbank im Rhein, die durch die anhaltende Trockenheit entstanden ist.
Die Treibstoff-Schiffe können seit Wochen nur mit halber Ladung fahren. Bild © picture-alliance/dpa

Der niedrige Wasserstand des Rheins gefährdet die Versorgung der Wirtschaft in Hessen. Besonders knapp sind Diesel, Benzin und Flugzeug-Kraftstoff. Nun darf das Land auf die Bundesreserven zurückgreifen.

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Die Bundesregierung hat Hessen und anderen Regionen Deutschlands ausnahmsweise den Zugriff auf Treibstoff aus Erdöl-Reserven erlaubt. Die Verordnung soll am Freitag in Kraft treten. Dabei geht es laut Bundeswirtschaftsministerium um begrenzte Mengen von Diesel, Benzin und Flugzeug-Kraftstoff.

Zu wenig Nachschub

Grund für die Treibstoff-Flaute ist das anhaltende Niedrigwasser des Rheins. Dadurch fahren die Tanker seit Wochen nicht mehr voll beladen, Diesel, Benzin und Flugzeug-Kraftstoff finden nur noch begrenzt den Weg vom Ölzentrum Rotterdam über den Rhein.

Um im Krisenfall kurzfristige Lieferengpässe bei der Produktion von Heizöl und Kraftstoffen zu überbrücken, sieht ein Gesetz eine Reserve vor. Die Umsetzung regelt der Erdölbevorratungsverband (EBV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das Wirtschaftsministerium darf die Vorräte freigeben, um Störungen in der Energieversorgung zu verhindern oder zu beheben. Es ist das vierte Mal, dass die Reserven angezapft werden dürfen.