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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found VGH: Verlängerung U2 darf gebaut werden

Ein Archivfoto vom 28.08.2018 zeigt eine ankommende, verschwommene U-Bahn, die den U-Bahnhof Bad Homburg-Gonzenheim, die derzeitige Endstation, erreicht.

Klage abgewiesen: Die U-Bahn von Frankfurt nach Bad Homburg darf weiter gebaut werden. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof. Geklagt hatten Anwohner.

Die Stadtbahnlinie U2 von Frankfurt nach Bad Homburg Gonzenheim darf bis zum Bahnhof Bad Homburg verlängert werden. Mit diesem Urteil hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof die Klagen von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung der U2 abgewiesen, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Das Urteil wurde bereits im April entschieden.

Die Strecke soll den Planungen zufolge verlängert werden, um eine räumliche und zeitliche Verknüpfung von S-Bahn, Taunusbahn, RB 16, U-Bahn, Stadtbus sowie der geplanten Stadtbahn der Regionaltangente West zu ermöglichen. Die Kläger sahen den Lärmschutz nicht ausreichend berücksichtigt.

Gericht: Lärmbelastung vor allem durch Eisenbahn

Das Gericht hingegen entschied, es sei nicht zu beanstanden, dass keine Schallschutzwand südlich der Stadtbahn- und Eisenbahngleise vorgesehen sei. Die Lärmbelastung gehe dort vor allem von der Eisenbahn aus. Die Stadt Bad Homburg müsse in diesem Fall Lärmschutz nur in Bezug auf die Stadtbahn gewähren.

Der Lärm von anderen Verkehrswegen sei ihr nicht zuzurechnen. Etwas anderes gelte ausnahmsweise nur dann, wenn der Summenpegel der verschiedenen Lärmquellen die Grenze der Gesundheitsgefährdung übersteige. Dies sei hier jedoch nicht der Fall.

Der Senat hat keine Revision zugelassen. Dagegen können die Kläger Beschwerde einlegen, über die das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu entscheiden hätte. (Aktenzeichen: 2 C 720/16.T)

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