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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ufo kündigt neuen Lufthansa-Streik an

Tarifstreit mit der Lufthansa

Nach dem erneuten Scheitern der Schlichtungsgespräche im Tarifstreit mit der Lufthansa droht die Kabinengewerkschaft wieder mit Streik - und der könnte deutlich schlimmer werden als zuletzt.

Zahlreiche Fluggäste des Lufthansa-Konzerns müssen schon wieder um ihre gebuchten Verbindungen bangen: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat einen weiteren Streik der Flugbegleiter im Lufthansa-Konzern angekündigt. Details zum Arbeitskampf sollten kommenden Mittwoch ab 14 Uhr verkündet werden, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies am Samstagabend.

Am Donnerstag war der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in die Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen. Die Gewerkschaft erwog anschließend einen unbefristeten Streik und wollte dies rechtlich prüfen.

"Deutlich ausgeweitete Maßnahmen"

Ufo-Sprecher Nicoley Baublies sagte am Freitag, man werde zunächst noch einmal versuchen, die Tarifziele auf dem klassischen Verhandlungswege durchzusetzen. Sollte dies scheitern, bleibe nur der Arbeitskampf. Da einzelne Streiktage bislang nichts bewirkt hätten, müsse dann mit "deutlich ausgeweiteten Maßnahmen" Druck erzeugt werden.

Es könnte also schlimmer kommen als zuletzt. Denn der jüngste Streik zum Jahreswechsel betraf vor allem die Lufthansa-Gesellschaft Germanwings und war noch auf drei Tage begrenzt gewesen. In dieser Zeit fielen rund 200 Flüge aus. Alle von Ausfällen betroffenen Passagiere waren aber nach Angaben aus dem Lufthansa-Konzern anderweitig an ihr Reiseziel transportiert worden. Zu Chaos an den Flughäfen kam es nicht. Insgesamt fielen in dem Konflikt bereits rund 2.000 Flüge wegen des Arbeitskampfes aus.

Lufthansa setzt weiter auf Gespräche

Die Lufthansa setzt nach den Streik-Androhungen auf weitere Verhandlungen. "Ein Streik ist immer der falsche Weg in einem Tarifkonflikt", sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Sonntag. "Wir brauchen eine Lösung für die 22.000 Kabinenmitarbeiter. Und diese Lösung kann man nur in Gesprächen und nicht in Streiks finden."

Die Gewerkschaft unterliegt bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht zu den bereits bestreikten Forderungen. Grundlage dafür ist ein 2016 geschlossener Tarifvertrag zur Konfliktlösung. Ufo vertritt nach eigenen Angaben bundesweit die berufs- und tarifpolitischen Interessen von mehr als 30.000 Kabinenmitarbeitern in Deutschland.

Sendung: hr-iNFO, 18.01.2020, 22.00 Uhr