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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Auszahlung der Novemberhilfen haben begonnen

Ein älterer Mann mit Glatze und Brille eilt an einem geschlossenen Lokal in Wiesbaden vorbei. Vor der Gaststätte sind Tische und Stühle zusammengeräumt und angekettet.

Die Unterstützung kommt spät, aber sie kommt: In Hessen hat die Auszahlung der sogenannten Novemberhilfen für Unternehmen begonnen, die ihre Geschäfte wegen Corona schließen mussten.

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Novemberhilfe

Je nach Umsatz der betroffenen Unternehmen variiert die Höhe der ausgezahlten November- und Dezemberhilfen. Sie betragen bis zu 75 Prozent des Umsatzes der Vorjahreszeit.

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In Hessen ist die Auszahlung der staatlichen Hilfen für Unternehmen angelaufen, die wegen des erneuten Corona-Lockdowns Anfang November schließen mussten. Rund 10,6 Millionen Euro seien in dieser Woche an knapp 1.600 Antragssteller geflossen, teilte die Landesregierung in Wiesbaden mit. Da nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums rund 21.500 Anträge auf Novemberhilfen eingegangen waren, warten tausende hessische Unternehmer demnach auch Mitte Januar noch auf ihr Geld.

Langes Warten aufs Geld

Ursprünglich sollten die Antragssteller, darunter laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga rund 80 Prozent der hessischen Gastbetriebe, das Geld schon längst auf ihren Konten haben. Nachdem sie ihre Anträge auf einer eigens dafür geschalteten Plattform des Bundes geschaltet hatten, passierte längere Zeit nichts. Teilweise wurden zum Ende des Jahres immerhin Abschlagszahlungen überwiesen, andere warteten lange Zeit gänzlich auf finanzielle Hilfe.

Von der seit Sommer laufenden Überbrückungshilfe II sind inzwischen rund 127 Millionen Euro bei hessischen Unternehmen angekommen. Finanziert werden alle drei Programme vom Bund. "Es geht zwar nicht immer so schnell wie erhofft, aber es geht jetzt endlich voran", erklärte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU).

Überbrückungshilfe III fällt knapper aus

Vom Januar an greift bis Juni 2021 die sogenannte Überbrückungshilfe III. Für Unternehmer und Selbstständige heißt das: weniger Geld. Denn die Unterstützung umfasst dann nicht mehr bis zu 75 Prozent der Umsätze, sondern es wird nur "ein Anteil der fixen Kosten pro Monat erstattet", wie es beim Bund heißt. Eine Situation, die nach Aussage des Frankfurter Gastwirts Ralph Göllner existenzbedrohend ist: "Du legst schon im Betrieb drauf, und dein Privatleben sollst du von Rücklagen finanzieren. Das kann nicht jeder in diesem Metier stemmen."

Sendung: YOU FM, 14.1.2021, 17 Uhr