Opel Symbol in Rüsselsheim

Nach der Razzia vor zwei Jahren ermittelte die Staatsanwaltschaft im Abgas-Skandal bei Opel lange gegen Unbekannt. Jetzt hat sie konkrete Personen im Visier.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ermittlungen gegen mehrere Personen im Opel-Abgas-Skandal

Zwei Männer in gelben Sicherheitswesten gehen in Rüsselsheim am Stammwerk von Opel vorbei
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Für Opel drohen nach der Diesel-Abgasaffäre weiterhin rechtliche Konsequenzen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachts des Abgasmanipulation, wie sie auf hr-Anfrage mitteilte.

Konkrete Personen im Visier

Die Ermittler haben demnach nun konkrete Personen als mutmaßliche Abgas-Sünder im Visier. Zuvor hatten sie lange gegen Unbekannt ermittelt. Um wen es sich handelt und ob die Beschuldigten noch bei Opel arbeiten, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen.

Auch der Autohersteller mit Stammsitz in Rüsselsheim nahm dazu nicht Stellung. Er erklärte auf Anfrage nur: Die rund 100.000 Diesel-Autos, bei denen das Kraftfahrtbundesamt die Abgasreinigung moniert hatte, seien mittlerweile fast alle nachgebessert worden.

Razzia vor zwei Jahren

Vor zwei Jahren stellte das Bundesamt Anzeige wegen Abgasmanipulation bei den Diesel-Modellen Insignia, Zafira und Cascada. Kurz darauf gab es eine Razzia an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern, die Staatsanwaltschaft stellte Material sicher. Seitdem laufen die Ermittlungen.

Bereits 2015 hatte das Kraftfahrtbundesamt bei Opel Abschalteinrichtungen gefunden und ordnete Software-Updates an. "Die Durchführung dieser Servicemaßnahme wurde von Opel lange verschleppt", kritisiert das Bundesverkehrsministerium im Vorfeld der Razzia.

Sendung: hr4, hessenschaureport, 21.10.2020, 7.30 Uhr