Im Kampf gegen Falschparker auf Bürgersteigen und Radwegen in Frankfurt hat der Chef der Verkehrspolizei angekündigt, neue Stellen schaffen zu wollen.

"Eine wachsende Metropole wie Frankfurt wird auch in diesem Bereich nicht umhinkommen, nachzujustieren", sagte Rainer Michaelis der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit seien 108 Mitarbeiter für den ruhenden Verkehr zuständig, vorhanden seien insgesamt 130 Stellen. Michaelis reagierte damit auf Kritik, die Stadt unternehme zu wenig gegen Falschparker.

Geäußert wird die Ktirik unter anderem von der "Abschleppgruppe", einem losen Verbund von Radfahrern, Fußgänger und auch Autofahrern. Sie rufen beim Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, Falschparker zu melden und so "Wege zu befreien". Auch die Landespolizei zeige nicht ausreichend Einsatz, wenn es ums Abschleppen von Autos geht, die falsch parkten.

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hatte in einem Grundsatzurteil entschieden, dass Knöllchen von Leiharbeitern rechtswidrig sind. Diese Praxis sei daraufhin gestoppt worden, erklärte das Verkehrsdezernat. Die Kontrollen übernähmen nun städtische Bedienstete, die zuletzt 18 Leiharbeiter seien von der Aufgabe abgezogen worden.