Flughafen Frankfurt Fraport Passagiere

Der November war kein besonders guter Monat für den Frankfurter Flughafen. Passagier- und Frachtzahlen waren rückläufig. Doch im Gesamtjahr 2019 steuert der Rhein-Main-Airport auf ein neues Rekordergebnis zu.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schwacher November für die Fraport

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Der November war kein besonders guter Monat für die Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport. Streiks und die Insolvenzen diverser Airlines haben sowohl das Fracht- als auch das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich schrumpfen lassen. Knapp 5,1 Millionen Fluggäste bedeuten einen Rückgang um 3,4 Prozent. Noch deutlicher ist der Einbruch bei Frachtflügen: minus fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Grund zum Trübsal blasen dürfte Fraport dennoch nicht haben. Denn für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem Plus bei den Passagierzahlen. Dieses dürfte sich zwar unterhalb der ursprünglichen prognostizierten zwei bis drei Prozent bewegen - doch selbst damit steuert die Flughafenbetreiberin auf einen neuen Rekord zu. Und nach wie vor könnte erstmals die Marke von 70 Millionen Passagieren fallen.

Dezember starker Reisemonat

Bereits 2018 war am Frankfurter Airport ein Rekordjahr gewesen. 69,5 Millionen Reisende wurden registriert. In diesem Jahr waren es bis einschließlich November bereit 65,7 Millionen. Und der Dezember ist Dank der Weihnachtsferien ein starker Reisemonat. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Passagiere im letzten Monat des Jahres bei 4,9 Millionen.

"Trotz des leicht geringeren Wachstums halten wir aufgrund der positiven bisherigen finanziellen Entwicklung in Frankfurt sowie im internationalen Geschäft an unserem finanziellen Ausblick für das Gesamtjahr fest", erklärte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Freitag. Denn auch bei den zahlreichen Beteiligungen an ausländischen Flughäfen verzeichnet der Konzern ein Plus.

Warnung vor besonders langen Wartezeiten

Während die Flughafenbetreiberin also in finanzieller Hinsicht optimistisch auf den Dezember blickt, könnte gleichzeitig organisatorisch neues Ungemach auf Angestellte und Passagiere zukommen. Bereits ab dem 18. Dezember werde mit einem besonders hohen Passagieraufkommen gerechnet, teilte Fraport am Donnerstag mit.

Der Konzern warnt daher vor besonders langen Wartezeiten an den Passagier- und Handgepäckkontrollen. Fluggäste werden aufgefordert "unbedingt" zweieinhalb Stunden vor Abflug anzureisen, automatische Check-Ins zu nutzen und möglichst wenig Handgepäck mitzuführen.

Sendung: hr-iNFO, 13.12.2019, 8.00 Uhr