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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Führungsstreit lähmt Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo

Wartende Passagiere stehen am Flughafen vor einem Service-Schalter der Lufthansa.

Aufgrund eines Führungsstreits sieht sich die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo außer Stande, Tarifverhandlungen zu führen. Passagiere von Lufthansa und Eurowings müssen daher vorerst keine Streiks der Flugbegleiter fürchten.

Die Kabinenpersonal-Gewerkschaft Ufo teilte am Donnerstag auf ihrer Homepage mit, vorerst keine Tarifverhandlungen führen zu können. Hintergrund ist ein anhaltender Führungsstreit in der Spartengewerkschaft. Die Lufthansa lehnt es ab, Tarifverhandlungen mit Ufo zu führen, solange der Streit nicht beigelegt ist. Passagiere von Lufthansa und Eurowings müssen bis auf Weiteres keine Streiks der Flugbegleiter befürchten.

Nach Ansicht der Lufthansa ist der amtierende Vorstand der Gewerkschaft nicht rechtmäßig zustande gekommen. Das Landgericht Darmstadt hatte diese Auffassung erst im Juli in einem Urteil bestätigt. Grund war ein schwerer Verfahrensfehler bei der Nachbenennung von zwei Vorständen.

Zahlreiche Rücktritte

Die Eintragung dieser nachnominierten Vorstandsmitglieder in das Vereinsregister beim Amtsgericht Darmstadt ist nun erneut verschoben worden. Mitglieder des gewerkschaftlichen Beirats hatten dagegen Rechtsmittel eingelegt, die laut Ufo möglicherweise in eine Gerichtsverhandlung münden.

Der Führungsstreit bei Ufo hält nun schon seit Monaten an. Zahlreiche Mitglieder des Vorstands wie auch des Beirates sind inzwischen zurückgetreten, darunter der langjährige Gewerkschaftschef Nicoley Baublies. Es gab gegenseitige Vorwürfe der Untreue und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.

Ufo hat wegen der Zweifel an ihrer Führung eine bereits begonnene Urabstimmung über Streiks des Kabinenpersonals bei Eurowings ausgesetzt.