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Dem hessischen Wald - wie hier in Grünberg - geht es laut neuem Waldzustandsbericht gut. Bild © Linda Schöpe

Das war nach dem extrem trockenen Sommer nicht zu erwarten: Hessens Wäldern geht es insgesamt gut. Das zeigt der neue Waldzustandsbericht. Allerdings: Langfristige Schäden sind nicht auszuschließen.

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Ein großer Sturm im Winter, ein extrem trockener und heißer Sommer: Trotzdem ist der hessische Wald gesund geblieben. Dies sei "nicht zwingend zu erwarten" gewesen und "damit ein erfreuliches Ergebnis", erklärte Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser (Grüne) am Donnerstag bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts in Bad Schwalbach im Taunus.

Hitze im Sommer - Sturm im Winter

Allerdings habe der Extrem-Sommer zu mindestens 130 Waldbränden geführt. Wegen der Trockenheit seien außerdem junge Bäume abgestorben, ältere Bäume wurden geschädigt. Außerdem habe sich der Fichtenborkenkäfer landesweit rasant vermehrt. Die Forstbetriebe seien noch lange damit beschäftigt, befallene Bäume zu fällen und schnell aus dem Wald zu holen, teilte das Ministerium mit.

Der Start in das Jahr 2018 war für Hessens Wälder dagegen noch gut: Die Böden seien aufgrund der Winterniederschläge noch mit ausreichenden Wasservorräten versorgt gewesen, erklärte Tappeser. Jedoch richtete am 18. Januar Sturm "Friederike" schwere Schäden an, vor allem in Nordhessen. Die Sturmholzmenge beträgt aktuell laut Umweltministerium rund drei Millionen Festmeter. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Holzeinschlag eines Jahres liegt für ganz Hessen bei etwa fünf Millionen Festmetern. Auch Bäume, die den Sturm überlebt haben, sind oft instabil geworden.

Buche, Eiche, Fichte und Kiefer schlagen sich wacker

Experten untersuchen den Zustand der Wälder regelmäßig nach einem festen Raster. In den Monaten Juli und August wird bei etwa 4.000 Bäumen unter anderem geschaut, wie dicht die Blätter ihrer Kronen wachsen. Hier gilt: Je kleiner der Wert für die Kronenverlichtung, desto gesünder sind die Bäume. Laut Bericht 2018 ist die mittlere Kronenverlichtung über alle Baumarten und Altersstufen hinweg lediglich leicht um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent gestiegen, also schlechter geworden.

Laut Umweltministerium zeigten sich vor allem ältere Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern recht stabil. Andere Laubbaumarten wie etwa Ahorn, Esche und Hainbuche reagierten dagegen empfindlicher auf die Trockenheit. Noch sei aber offen, ob die teils extreme Witterung 2018 zu langfristigen Schäden im Wald führt, gaben die Experten zu Bedenken.