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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Warnstreiks könnten U-Bahn lahmlegen

Streik U-Bahn Frankfurt

Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr am kommenden Dienstag wird voraussichtlich auch Fahrgäste in Hessen treffen. Frankfurt rechnet damit, dass alle U- und Straßenbahnen ausfallen. In Kassel werden wohl auch Busse und Regiotrams betroffen sein.

Nach der Ankündigung bundesweiter Warnstreiks rechnet Frankfurt am kommenden Dienstag mit massiven Einschränkungen bei den U- und Straßenbahnen. Es sei damit zu rechnen, dass ab etwa 3.00 Uhr für 24 Stunden alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien betroffen seien, erklärte die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiq am Freitag. Dies werde "viele Fahrgäste schmerzhaft treffen". Auch in Kassel wird ein Warnstreik erwartet.

Verdi hält sich bedeckt

Laut traffiq werden in Frankfurt S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien planmäßig verkehren, so dass sie als Alternative genutzt werden könnten. Fahrgästen wurde empfohlen, möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen.

Gesicherte Informationen habe man allerdings noch nicht, erklärte traffiq: "Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern."

Weitere Informationen

Informationen über Ausfälle

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen ihren Fahrgästen, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Diese erhalten sie über die rund um die Uhr erreichbare Hotline unter der Nummer 069/24248024 sowie unter www.rmv-frankfurt.de. Die Verkehrsgesellschaften informieren zudem auf ihren Social-Media-Kanälen.

Ende der weiteren Informationen

Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) erklärte, dass wegen eines Aufrufs von Verdi am Dienstag voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie in mehreren Vororten fahren. Auch die Regiotrams - Straßenbahnverbindungen ins Umland - würden in Kassel nicht mehr fahren. Außerhalb der Stadt solle auf drei Regiotram-Linien der Verkehr aufrechterhalten werden. Busse des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV stünden Fahrgästen als Alternative zur Verfügung.

Die Gewerkschaft Verdi wollte sich am Freitag noch nicht zur Frage äußern, was sie in Hessen plant. Sie hat zu bundesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, um einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten durchzusetzen. Die Arbeitgeber lehnten dies ab. Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV. Am Donnerstag war es im Zuge der Tarifauseinandersetzung in Hessen zu Warnstreiks vor allem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gekommen.

Sendung: hr3, 25.09.2020, 17.30 Uhr