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Mehr als 40 Brücken für Schwerlastverkehr gesperrt

Sperrung der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden

Im vergangenen Sommer wurde die Salzbachtalbrücke für den gesamten Verkehr von heute auf morgen gesperrt und dann gesprengt. Um dieses Schicksal weiteren Brücken zu ersparen, sind derzeit 41 von ihnen für den Schwerlastverkehr gesperrt.

Seit dem 19. November ist die Taubensteinbrücke der B49 bei Wetzlar (Lahn-Dill) für den Lkw-Verkehr (ab 3,5 Tonnen) gesperrt. An der Brücke waren zwei Tage zuvor bei Bauarbeiten Risse festgestellt worden. Die enorm gestiegenen Verkehrslasten auf der wichtigen Verbindung in Mittelhessen machten eine Verstärkung der Brücke erforderlich.

41 Brücken für Schwerlastverkehr gesperrt

Die Situation der Taubensteinbrücke erinnert an die Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden. Die war im vergangenen Sommer für den gesamten Verkehr gesperrt worden, nachdem sich die Fahrbahn gesenkt hatte und Betonteile herabgestürzt waren. Die Brücke wurde inzwischen gesprengt und wird neu gebaut.

Ganz so dramatisch stellt sich die Situation an der B49 nicht dar, Hessen Mobil gehe davon aus, dass die Taubensteinbrücke nach Reparaturarbeiten spätestens im März 2022 wieder für den Schwerverkehr freigegeben werden kann, teilte das Verkehrsministerium in Wiesbaden mit. Und doch dient die Brücke als mahnendes Beispiel - denn sie ist eine von derzeit 41 in Hessen für den Schwerlastverkehr gesperrten Brücken.

Nicht alle gleichzeitig sanierbar

Die Gewichtsbeschränkungen sollten verhindern, dass Sicherheitsprobleme entstünden, erläuterte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. 23 dieser Brücken sollen bis Ende 2025 neu gebaut oder verstärkt werden, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervorgeht.

15 der 41 Brücken seien für den Schwerlastverkehr nicht so bedeutsam und könnten im Bedarfsfall gut umfahren werden. Bei drei Bauwerken seien die Arbeiten für ihre Erhaltung längerfristig geplant. "Eine unbeschränkte Nutzung unter Volllast würde die Lebensdauer dieser Brücken stark verkürzen", erklärte der Ministeriumssprecher. Da man nicht alle gleichzeitig sanieren oder neu bauen könne, müsse es Beschränkungen geben.

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