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Audioseite Salzbachtalbrücke soll Anfang Oktober gesprengt werden

Salzbachtalbrücke von oben.

Erst sprengen, dann neu bauen: Das ist der Plan für die marode Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden. Der Zeitplan gerät aber bereits ins Wanken.

Die Pläne für die Sprengung der maroden Salzbachtalbrücke auf der A66 bei Wiesbaden werden konkreter: Wie die Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstagabend mitteilte, soll die im Juni plötzlich abgesackte Verkehrsknoten-Brücke Anfang Oktober gesprengt werden.

Damit zögert sich der geplante Neubau des Bauwerks um weitere Wochen hinaus. Anfang Juli hatte die Autobahn GmbH noch angegeben, die Brücke in spätestens zwei Monaten zu sprengen. Der Hoffnungsschimmer: Zumindest die Bahngleise darunter könnten dann wieder freigegeben werden. Doch nun soll die Sprengung einen Monat später stattfinden.

Evakuierung geplant

Das konkrete Datum der Sprengung steht aktuell noch nicht fest. Geplant sei aus Sicherheitsgründen ein Wochenend-Tag.

Das Sprengkonzept sieht einen Sicherheitsabstand zu den einzelnen Sprengstellen an der Salzbachtalbrücke von 250 Metern vor, wie die Autobahn GmbH erklärte. In diesem Umkreis müssten die Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden.

Vorbereitungen laufen

Mitte August sollen die Vorbereitungen starten. Dann werde die Freigabe des externen Prüfingenieurs erwartet. Für die Sicherungsarbeiten würden dann rund acht Wochen gebraucht werden.

Derzeit werde der Betonpfeiler, an dem die Brücke im Juni abgesackt war, mithilfe eines Betonkorsetts stabilisiert, ehe die Vorbereitungen für die Sprengung stattfinden könnten.

Havarie durch Hitzewelle

Experten zufolge könnte die Havarie der Salzbachtalbrücke durch die hohen Temperaturen während der Hitzweille im Juni ausgelöst worden sein. Seit der Sperrung im Juni müssen Pendler im Rhein-Main-Gebiet große Einschränkungen in Kauf nehmen - mit dem Auto und dem öffentlichen Nahverkehr. Experten rechnen mit einem Ausfall der Verbindung für insgesamt rund 14 Monate.

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