Ihre Kommentare Wie sind Ihre Erfahrungen mit Feldwegen in Ihrer Region?

30 Kommentare

  • Viele Feldwege sind betoniert/asphaltiert zu meinem Leidwesen. Es ist zwar schön seinen Hof gut zu erreichen, aber die Tatsache, dass der Feldweg unerlaubt zu Abkürzungen von Autofahrern genutzt wird, die mit zum Teil 80 km/h am Hof und den Tieren vorbeirauschen, finde ich nicht gut. Dann lieber den Feldweg zur Wiese gemacht und mit dem SUV zum eigenen Hof fahren. Dann würde man sich die täglich ca 50 unerlaubten Autofahrer ersparen und könnte ohne Gefahr seine Tiere zu Koppeln führen.

  • Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen, der Betrieb wurde in den 90er Jahren aufgegeben. Heute bin ich Beamter und Hobbyimker. Gerne erinnere ich mich an meine alte Heimat, im nordhessischen Ederbergland sind die Felder noch kleiner, aber können die Landwirte noch existieren? Mein Onkel war Schäfer und hat mit seiner Herde manche Fläche in der Gemarkung gepflegt. Heute sehe ich einen langen Weg zwischen dem Produzenten der landwirtschaftlichen Produkte und dem Endverbraucher. Dazwischen sehe ich die Nahrungsmittelindustrie und die Macht der großen Handelsketten. Lieber Verbraucher, freust Du dich, wenn das Pfund Hackfleisch wieder billiger ist? Dann könnte es sein, dass der Landwirt, gerade durch die Preisgestaltung am "Markt" gezwungen wurde, mehr zu produzieren, um seine eigenen Brötchen bezahlen zu können. Fazit: Die Endverbraucher haben ganz viel Macht, durch gezielten Einkauf den Markt und die Umwelt zu verändern.

  • Das Phänom beobachte ich schon lang..Du bist längere Zeit eine Stecke nicht gelaufen..Da läufst du, diese wieder einmal, und wunderst dich- wo der Feldweg - der immer da war- geblieben ist
    Vor Jahren gab es noch einen Feldschütz....Der hat aufgepasst.

  • Ganze Feldwege verschwinden in unserer Region eher nicht. Es ist aber vermehrt zu beobachten dass die Feldwege immer schmaler und zum Teil zu Trampelpfaden werden. Insgesamt widersprüchlich, da die immer grösser werdenden Landmaschinen auch irgendwo fahren müssen. Aber so beobachtet, wird dann eben über die Ackerfläche gefahren, was aber im Widerspruch zur Problematik der Bodenverdichtung steht. Landwirte, Jäger, Naturschützer und Gemeindeverwaltung sollten da mal an einen Tisch!

  • Vor einigen Jahren hatte ich einen Landwirt gefragt warum auch die Feldwege mit Unkrautvernichter gespritzt werden. Seine Antwort: die örtliche Mühle ist sehr streng was Pestizidrückstände im Getreide angeht, auch bei kleinen Rückständen nehmen sie das Getreide nicht an. Darum spritzen die Landwirte die Wege, so gelangt kein Unkrautsamen aufs Feld und es muß insgesamt weniger gespritzt werden. Ob wohl größere Felder und zum Ausgleich größere Naturschutzflächen plus breiteVerbindungswege das Problem lösen könnten?

  • Wie es halt einmal ist.
    Der ehemalige Landwirt oder auch Bauer genannt, hatte einst sein Stück Feld und Land und das wurde entsprechend genutzt. Es gab den Acker-Rain, also Grenze und dieser war ca. 1Meter breit. Hier wuchsen allerlei Blumen für Mensch und Getier. Im Ort kannte jeder jeden und man war bedacht, "sein" Land akkurat und sauber zu hegen, zu pflegen und vorallem sauber und kerzengrade zu beackern, zu mähen, umzupflügen und und !
    Wenn man aber heutzutage sieht, wie so mancher seine Maschine über den Boden ziehen lässt ....meine Güte, hier gehts drunter und drüber, hier sind es 50cm tiefe Furchen - da nen riesengroßen Erdhügel - und dort gar ein Loch zum Schiffe zuz versenken.
    Dazu kommt dann wie schon beschrieben, Zackern und Zäckern bis die Straße plus Schotter und sonstiges durch die gesamte Botanik fliegt.
    Und der gesamte, an den mannshohen Reifen anhafteten Dreck wird auf der Straße hinterlassen. Vorsicht und Rücksicht ...Nie gelernt, allso wirds net weggemacht

  • Guten Tag. Ich schreibe aus Hungen. Hier gibt es eine Feldwegesatzung. In dieser steht, daß Mulchen erlaubt ist. Weiß nicht was einige Kommentatoren für ein Problem damit haben. Ein Weg der nicht gemäht/gemulcht wird ist kein Weg sondern ein Dickicht. Und früher wurde tatsächlich jeder Quadratmeter gemäht, damit man Futter für die Viecher hatte. Inklusive Futter für die vielen Kleinviehhalter in jedem Dorf. Das war aber bevor jeder einen Hund hatte, und die Feldwege noch nicht mit Hundekackhaufen übersäht waren.

    Wenn einem beim ausführen seines Hundes auffällt, daß ein Weg verschwunden ist, kann das durchaus seine Richtigkeit haben. Vielleicht wurde der Weg verpachtet oder es gab eine Flurbereinigung. Da kann die Google Karte noch so viele Striche anzeigen. Google ist nicht das Amt für Bodenmanagement.

    Wem es auf den Feldwegen nicht gefällt kann seinen Hund ja in einem artenreichen Gewerbegebiet ausführen.

  • In der Tat ist das ein Problem was nicht nur heute besteht, sondern über Jahrzehnte insbesondere von der Politik negiert wird. Man kann auch sagen, dass es sich um den Landraub des Jahrhundert handelt. Die ökologischen Auswirkungen sind nicht weg zu leugnen. Was aber genauso in diesem Zusammenhang zu beachten ist, ist die unberechtigte Aneignung von Kommunalflächen. Der überwiegende Anteil an Feldwegen ist im Besitz der Kommunen. Die Kommunen tun aber relativ wenig um ihre Flächen zu erhalten. Neben dem ökologischen Verlust durch das umbrechen von Feldweg in Ackerflächen, entstehen für die Kommunen als Eigentümer der Feldwege auch ein monetärer Verlust. Das wird anhand eines Vergleiches der Ökopunkte deutlich. Ein Quadratmeter Feldweg hat eine höhere Ökopunkte Zahl als ein Quadratmeter Ackerfläche. Wahrscheinlich werden die umgebrochen Feldwege als Ackerflächen auch noch in die Flächensubvension für die Landwirtschaft mit einbezogen. Und das alles mit Duldung der Kommunen bzw. Politik.

  • Ja, ganze Grünstreifen verschwinden von Jahr zu Jahr. Wo man im letzten Jahr noch laufen konnte, ist dieses Jahr kein Weg mehr. Nur da, wo Feldwege geteert oder betoniert sind, ist dem öffentlichen Landdiebstahl eine Grenze gesetzt, denn die einfallsreichen Bauern wollen ja nicht ihr Material beschädigen. Es kann noch nicht mal mehr der Hund an den Wegesrand kacken, wenn dieser dem Weizen, Raps oder der Wintergerste gewichen ist. Und für den Hund hätten wir ja eine Kacktüte einstecken ...

  • Der Naturschutz wuerde gerne die Landwirtschaft wieder ins 18jahundert zurueckverssetzen. Die Entwickelung ist aber schon im Jahr 2020.wir brauchen eine moderne Landwirtschaft die kostengünstig produzieren kann, das beinhaltet groessere Flächen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat nicht das Geld alles in bioqualitaet zu kaufen.

  • Den Landwirten wird hier ein Floh ins Ohr gesetzt, sie bräuchten größere Felder. Der Verband redet ihnen ein, wie arm sie dran seien. Dabei sind wir in der glückliche Lage "eine sehr klein parzellierte Agrarlandschaft, die in der Geschichte so entstanden ist", zu haben. Die für die Natur viel besser ist, statt monotonen Rapslandschaften wohin das Auge blickt. Auf dieser Besonderheit wird nicht aufgebaut, sondern sie solle weichen. Das scheint mir nicht zukunftorientiert. Die große und damit schwere Technik, die für große Felder verwendet wird, verdichtet den Boden auch viel mehr. Sollte es dem Bauernverband nicht daran liegen, sich für kleine Felder, kleinere leichtere Maschinen mit entsprechend weniger Kraftstoffverbrauch und für Feldwege, damit die Böden nicht vedichtet werden und die Insektenvielfalt erhalten bleibt?

  • Nun so mancher kann halt den Hals nicht voll genug bekommen.
    Ich kenne solche Felder, die werden bis an und über den Straßenrand mitsamt Unterbau
    umgepflügt.

  • Das gleiche Problem beobachte ich schon seit Jahren bei uns. Es scheint aber niemanden zu interessieren. Das die Bauern da nicht kooperativ sind kann ich mir denken.

  • Ich kenne das Problem aus eigener Anschauung. Ein gut benutzter beleuchteter Weg zwischen Wohn- und Gewerbegebiet in Mörfelden verschwand Streifen für Streifen im Acker, bis nur noch ein Trampelpfad blieb. Ich habe dann ein paar Fotos gemacht und per Mail an die Stadt geschickt, die den Weg dann wieder herstellte. Mal schauen, wie lange das vorhält, denn der Acker wächst mit jedem Pflügen schon wieder an den Wegrand heran, und auch der mit einer wassergebundenen Decke befestigte Weg wird durch den "Agrarpanzer" regelmäßig aufgerissen.

    Warum allerdings Landwirte mit hauptsächlich kleinen Flächen solch riesige Landmaschinen kaufen, ist schon fragwürdig. Es gibt auch passenderes Gerät, man muß nicht mit Macht den größten Trecker im Dorf haben. Die diesbezügliche Einlassung des Bauernverbandes, als gäbe es keine Alternative zu den "Agrarpanzern, halte ich entsprechend für Augenwischerei.


  • Auch bei uns in der Gemarkung werden regelmäßig die Randstreifen abgehobelt, so dass die Lebensräume für Insekten und die weitere Flora und Fauna zerstört werden. In diesen Seitenstreifen der Wege und den nicht landwirtschaftlich genutzten Bereichen etablieren sich häufig Wildbienen, die eigentlich zum bestäuben der landwirtschftlichen Kulturen dringend benötigt werden. Und hier wird es Paradox, denn die Landwirte zerstören durch ihre Maßnahmen die Grundlage für ihr zukünftiges Wirtschaften. Wissenschaftler warnen schon länger, dass die reduzierte Biodiversität in unserem Umfeld ein größeres Problem darstellt als der Klimawandel. Man muss sich schon Fragen, weshalb nicht konsequent gegen das zerstören der Banketten vorgegangen wird.

  • Es verschwinden nicht nur Feldwege. Auch Grenzen zu den Nachbargrundstücken werden von Jahr zu Jahr um einige Dezimeter mehr zugunsten des Feldes umgepflügt.

    Auch Büsche, Sträucher, Gräser und Bäume verschwinden. Wo vor 10 Jahren noch vier Bäume standen, steht jetzt kein einziger Baum mehr! Wo vor fünf Jahren noch 10 gesunde Bäume standen, stehen jetzt nur nach 5 absterbende Bäume.

    Heute wird doch alles was dem wirtschaftlichen Ertrag im Weg ist, umgepflügt und somit geht wieder ein Stück Natur verloren. Ursächlich sind auch die landwirtschaftlien Geräte. wo vor 20 Jahren noch ein Gerät mit 3 Metern breite unterwegs waren, sind es heute Fahrzeuge mit 5 - 6 Metern breite.

    Das schlimme ist, dass auch in den Kommunalparlamenten, wo die Grünen einen soliden Anteil haben, zugunsten der Landwirte weggeschaut wird!


  • Wie habe ich heute gelesen:
    Bienen tot!
    Boden tot!
    Landwirt pleite!

    Ja es wird Zeit dass. Alle. Nachdenken und die Natur am Leben erhalten.
    Davon profitiert auch der Landwirt,auch wenn er es noch nicht glauben möchte.

  • Bei uns ist das kein Problem, das Feldwege verschwinden. Aber wenn sie Landwirte die Wege nicht mähen würden, hätten wir bald Dornenhecken. Da sich aber sehr viele Fußgänger und Radfahrer auf diesen Wegen bewegen wollen, wird ja regelrecht verlangt diese Wege mit zu pflegen. Und wenn ich in den Kommentaren lese, früher war das alles besser und da hab es noch Sträucher am Wegesrand, dann halte ich das für verklärte Wirklichkeit. Früher wurden sämtliche Wege als Grünfutter die die Rinder angemäht. Da gab es kein altes Gras auf Wegen. Wenn dann noch gesagt wird der Landwirt mache den Weg schmaler, dann sollte vielleicht mal nach dem Grenzsteinen gesehen werden. Oft wird ein Weg über die Jahre breiter und an und an muss das halt auch wieder an die rechtliche Grenze korrigiert werden, denn dafür muss ja auch Pacht bezahlt werden.

  • Ich stimme der Kritik daran zu das es sich nicht gehört sich einfach einen Feldweg als Ackerland anzueignen ohne das dafür ein Ausgleich geschaffen wird. Aber das der Naturschutz jetzt noch Ansprüche an den Feldwegen erhebt, ist schon phänomenal.
    Leute, hier handelt es sich um eine Betriebsfläche. Schon Mal etwas von Feldhygiene oder Arbeitssicherheit gehört? Das Kurzschneiden hat daher seine Gründe. Und diese sind sicher nicht ästhetischer, bzw wohltätiger Natur um Spaziergängern und Hundebesitzern ein schönes Naherholungsgebiet zu schaffen. Diese Investition an Sprit, Zeit und Maschinenverschleiß erspart sich der Landwirt nämlich sehr gerne.
    Übrigens, gehören viele Feldwege auch nicht den Kommunen sondern den Jagdgenossenschaften.
    Also der Gemeinschaft der Feldbesitzer selbst.
    Das Feldwege nun als Trittsteinbiotope herhalten sollen halte ich für weit hergeholt. "Ungepflegte" Feldw. werden das Rebhuhn auch nicht vor dem Verschw. retten.
    Naturschutz sehr gerne, aber bitte mit Vestand!

  • Kommt auch hier vor. Ich benutze aber weiterhin den "verschwundenen" Feldweg. Ärgert die Bauern. Auch der Grünstreifen neben der Fahrspur wird immer schmaler. Feste Feldwege werden die Schottersteine schon hoch gezäckert.

  • Nicht nur Feldwege, früher war zwischen den Feldern ca 1 m oder mehr Grenze.
    Büsche, Sträucher, Gräser, Wildblumen ausreichend für Insekten und unser heimisches Wild vorhanden.
    Heute wird doch alles was dem wirtschaftlichen Ertrag im Weg ist, umgepflügt und somit geht wieder ein Stück Natur für die Tiere verloren.
    Jeder Platz wird auf das letzte ausgereizt.
    Wir bräuchten viel mehr Hecken und Blühstreifen wieder.
    Ich bin nicht gegen die Landwirtschaft. Im Gegenteil. Wir brauchen sie Zum Leben.
    Ein Thema was immer aktuell ist, solange die Politik sich nicht konstruktiv mit den Landwirten, Verbänden und Jägern zusammen an einen Tisch setzt und auf eine Lösung kommt.

  • Lächerlich
    Dass Feldwege umgemacht werden ist ja besonders schlimm, aber wieviel Land täglich zugebaut wird interessiert ja niemand (56 Hektar)
    Und für die ökologische Ausgleichsfläche müssen ja meistens auch wir Landwirte herhalten!

  • Auch bei uns verschwinden Wiesenwege oder sie werden den ganzen Sommer mit Stromlitzen gesperrt, weil Jäger in kleineren Täler verschiedene Felder vor Wildschaden zusammen verbinden.

  • Es sind ja nicht nur die Feldwege, auch an Straßenrändern und Grünflächen in der Stadt habe ich immer mehr den Eindruck, dass für Mäharbeiten nur billige Hilfskräfte beschäftgt werden, die mit ihrem Männerspielzeug einfach gerade aus drübermähen. In die Ämter gehören mehr Menschen, die sich mit Naturschutz auskennen und auch Landwirte gehören in dieser Beziehung besser ausgebildet.

  • Feldwege sind für Landwirte ein Problem, sie möchten sie beseitigen um Nutzfläche zu bekommen. An der Müritz haben wir schon große monotone Flächen. Bin selber Landeigentümer und komme kaum noch zu meinen Flächen.
    Es sollten in solchen Fällen Fördermittel gekürzt werden.

  • In Karben wird die Stadverwaltung seit über 20 Jahren immer wieder auf verschwinden oder verschmälern von Feldwegen darauf hingewiesen worden passiert ist nichts, was auch wenn der Landwirt zum Beispiel sogar im Magistrat der Stadt Karben zu dieser Zeit gesessen hat.

  • Man merkt es an Der Anzahl Der Kommentare- Kevin Einziger!!- hier ist ganz viel Sachinformation noetig: weitermachen....

  • Was ist ein Rebuhn?


    Anm. d. Red.: Bitte entschuldigen Sie den Rechtschreibfehler. Wir haben ihn korrigiert.

  • In der Umgebung von Bruchköbel ist es ähnlich und sogar schlimmer. Hier säubert die Gemeinde selbst die Feldwege dergestalt, daß Büsche und Sträucher am Wegesrand Jahr für Jahr immer kürzer hehalten werden und so immer mehr verschwinden.

  • Ich laufe mit meinem Hund gern durch Feld und Wald. Diesen Sommer z.B. entlang des Main zwischen OF-Bürgel und OF-Rumpenheim. Leider musste ich feststellen, dass mein Spazierweg eines Tages abrupt vor einem Acker endete, der die Woche zuvor noch ein Feldweg war, der auch in der Kartenapp meines Smartphones verzeichnet ist. Sehr ärgerlich diese "Umwidmung" und mit Sicherheit sehr illegal. Für diesen Landwirt habe ich absolut kein Verständnis.