U8 Frankfurt Sperrung U-Bahn
Eine Bahn der Linie U8 fährt aus der Haltestelle Dornbusch. Bild © picture-alliance/dpa

"Feddisch!", meldet die Verkehrsgesellschaft Frankfurt. Die Bauarbeiten auf der U-Bahn-Strecke mit den Linien 1, 2, 3 und 8 sind wie geplant geendet. Vieles lief aus VGF-Sicht besser als erwartet - nur nicht beim Schienenersatzverkehr.

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Eine Info-Tafel zur Streckensperrung, in Hintergrund fährt eine U-Bahn.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurter U-Bahn-Sperrung endet wie geplant

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Die zentrale Frankfurter U-Bahn-Strecke ist nach sechswöchigen Bauarbeiten während der Sommerferien wie geplant seit Montag wieder frei. Zwischen Südbahnhof und den Stationen Heddernheimer Landstraße beziehungsweise Riedwiese/ Mertonviertel verkehren die Linien U1, U2, U3 und U8 wieder, wie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mitteilte.

Neben der sogenannten A-Strecke wurde auch der östliche Abschnitt der C-Strecke (U4 und U7) wieder freigegeben, der noch bis Sonntag zwischen Schäfflestraße (U4) beziehungsweise Johanna-Tesch-Platz (U7) und Enkheim wegen Bauarbeiten gesperrt war.

Mehr geschafft als geplant

Das Fazit der Sommerbaustellen fällt aus VGF-Sicht überaus positiv aus. Man habe mehr geschafft als ursprünglich vorgesehen:

  • So habe man statt 18 Kilometern an Funk- und Glasfaserkabeln sogar 55 Kilometer der Kabel neu installiert.
  • Die Arbeiter hätten 250 zusätzliche Meter an Gleisen erneuert.
  • Am Schweizer Platz habe man mit dem zusätzlichen Austausch einer Rolltreppe begonnen.

Außerdem erledigten die Arbeiter der VGF auf der A-Strecke zwischen Südbahnhof und dem Norden der Stadt:

  • 17 neue Weichen im Tunnelabschnitt und auf der überirdischen Strecke
  • Neuer Schliff für zwölf Kilometer an Schienen
  • Neue Gleise und Schwellen und ein neues Gleisbett zwischen Heddernheim und Weißer Stein
  • Erneuerung von fünf Fußgängerüberwegen (Dornbusch, Weißer Stein, Hinter den Ulmen, Am Lindenbaum, Hügelstraße)
  • Installation von mehr als 32 Kilometern an Strom- und Datenkabeln
  • Zwei neue Rolltreppen im Südbahnhof

VGF: Schienenersatzverkehr war "Kraftakt"

Nicht ganz so überschwänglich bewertete die VGF den Schienenersatzverkehr mit Bussen. Er habe gut funktioniert und seinen Zweck "vollauf erfüllt". Es sei aber von Vornherein klar gewesen, dass man am Ende der sechs Wochen nicht von einem fehlerfreien Ablauf würde sprechen können.

Der Schienenersatzverkehr sei besonders zwischen Heddernheimer Landstraße im Norden der Stadt und Konstablerwache in der Innenstadt "ein Kraftakt" gewesen und habe Fahrgäste "vor zum Teil ungewohnte Umsteige-Relationen" gestellt. Diese Aussage bezieht sich wohl auf den naturgemäß unterschiedlichen Streckenverlauf der oberirdisch fahrenden Busse und ihre abweichenden Haltestellen. 36 Gelenkbusse waren laut VGF auf der Strecke in der Hauptverkehrszeit im Einsatz.

Die Busse hätten aber ausreichend Platz geboten, versicherte die VGF in ihrem Statement. Wartezeiten an den Haltestellen habe es kaum gegeben. Die Verspätungen hätten sich in Grenzen gehalten.

Dankeschön am Montag an Hauptwache

Die VGF will sich bei ihren Fahrgästen für die Geduld und das Verständnis während der sechswöchigen Arbeiten bedanken. Sie kündigte eine "kleine Aufmerksamkeit" am Montag in der Station Hauptwache an.

Ihre Kommentare Ihr Fazit der U-Bahn-Sommerbaustellen?

21 Kommentare

  • Ich bin einfach froh, wenn es am Montag vorbei ist - und hoffe, dass wir nächstes Jahr nicht wieder diese Großbaustellerei haben.

  • Die Stammstrecken von Bahnen für Wochen oder Monate zu Sperren lassen auch nur RMV-Kunden mit sich machen. Man stelle sich vor die A66 würde für einen Mont gesperrt, oder die Miquellalle. Da wär was los ...

  • Ich habe in den 6 Wochen Sperrung nur ab und zu den SEV genutzt.

    Besonders das erste Mal bleibt mir in schlechter Erinnerung. Als ich gerade am Eschenheimer Tor aussteigen wollte, ging die Tür plötzlich zu und ich bekam sie einfach ab. Der Fahrer dachte, dass alle draußen waren (hinter mir wollten auch noch Fahrgäste aussteigen), obwohl es nicht so war. Dies war nicht in Ordnung.

    Deshalb bin ich sehr froh, dass der Tunnel wieder offen ist,

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