Junge vor einem Schild mit der Aufschrift: "Wir streiken."
Auch Kitas werden von dem Streik kommende Woche betroffen sein. Bild © picture-alliance/dpa

Nahverkehr, Kitas und Krankenhäuser: Am Freitag gehen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst weiter. Wir zeigen, wo und wann zum Ende der Streikwoche die Arbeit niedergelegt werden soll.

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Im Kampf um einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zieht die Gewerkschaft Verdi die Zügel an. Sie ruft noch bis Freitag zu umfangreichen Warnstreiks in Hessen auf. Neben dem öffentlichen Nahverkehr sind auch Stadtwerke, Kliniken und Kitas betroffen. Ein Überblick für den letzten Streiktag:

Freitag, 13. April: Nahverkehr in Frankfurt, Kliniken, Kitas

Zum Abschluss holt Verdi noch einmal die große Keule raus und ruft in Frankfurt zu umfangreichen Streikaktionen auf. Pendler müssen mit erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr rechnen. Die städtische Verkehrsgesellschaft (VGF) erwartet, dass U-Bahnen und Straßenbahnen voraussichtlich nicht fahren werden. Die gute Nachricht: Die S-Bahnen und Buslinien verkehren planmäßig.

Auch andere Bereiche sind von dem Warnstreik betroffen: die Stadtentwässerung, die Entsorgungsbetriebe (FES), die städtischen Bühnen, die Stadtverwaltung, das Klinikum Höchst, das Heilig-Geist-Krankenhaus, die orthopädische Klinik Friedrichsheim sowie weitere Krankenhäuser der öffentlichen Hand.

In Offenbach werden die Stadt- und Kreisverwaltung sowie Kitas bestreikt.

Im Hoch-, Main-Taunus- sowie Wetteraukreis sind alle Tarifbeschäftigten der kommunalen Dienststellen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Auch in Fulda, im Main-Kinzig-Kreis sowie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis kommt es zu Einschränkungen. Hier werden die jeweiligen Energieversorger, Eigenbetriebe und kommunalen Dienststellen bestreikt.

Das fordert die Gewerkschaft

Verdi verlangt für die rund 2,7 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikumsentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Mit den neuen Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber nochmals erhöhen. Diese haben vor den nächsten Tarifverhandlungen noch kein neues Angebot vorgelegt. An diesem Sonntag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde, die ein Ergebnis bringen soll. Bei einem Scheitern der Gespräche dürfte Verdi die Warnstreiks weiter verschärfen.