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Arbeitslosenzahlen im April erneut gesunken

Immer mehr Menschen in Hessen finden Arbeit. Daran ändert derzeit auch der Krieg in der Ukraine nichts. Das könnte sich bald aber ändern.

In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im April weiter gesunken. Wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, hat sie gegenüber März um rund 2.500 auf 156.000 abgenommen. Die Arbeitslosenquote fällt damit von 4,6 auf 4,5 Prozent.

Die Unternehmer seien immer mehr bereit, Arbeitnehmer einzustellen, sagt Frank Martin, Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen. Schließlich habe man im Laufe des vergangenen Jahres über zusätzliche 60.000 Beschäftigungsverhältnisse registriert. Derzeit ließen sich die Arbeitgeber insgesamt weder von der Corona-Krise noch von dem Krieg in der Ukraine nachhaltig beeindrucken.

Gastronomie und Luftverkehrsbranche schwächeln

Allerdings laufe es noch nicht in allen Branchen wieder so gut. Beispielsweise in der Gastronomie, im Luftverkehr und teilweise im verarbeitenden Gewerbe sei die Beschäftigung immer noch niedriger als vor dem Beginn der Corona-Pandemie. "Aber in Summe kann man sagen, dass ein Großteil der Branchen mehr Beschäftigte hat als vor zwei Jahren", sagte Martin dem hr.

Ukraine-Geflüchtete kommen nach und nach auf den Arbeitsmarkt

Für die kommenden Monate erwartet die Agentur einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen wegen der Flüchtlinge aus der Ukraine. Sie seien zwar gut qualifiziert, benötigten aber in vielen Fällen zunächst Möglichkeiten zur Kinderbetreuung und Sprachkurse. Davon hänge ab, wie schnell die Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können, meinte Martin.

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