Schüler stehen an einem Bahnsteig
Pünktlich zum Schulstart lief es wieder etwas flüssiger. Bild © Imago

Nach zuletzt massiven Problemen bei der Odenwaldbahn ist das befürchtete Chaos zum Schulstart ausgeblieben. Auch im Rheingau zeigten Busfahrer-Schulungen Wirkung. Rund um Frankfurt gab es am Montag allerdings S-Bahn-Störungen.

Gehakt hat es nur bei der S-Bahn: Eine Weichenstörung am Frankfurter Hauptbahnhof sorgte am Montagmorgen für Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen im Berufsverkehr. Erst gegen Mittag lief alles wieder normal.

Ansonsten kamen Pendler und Schüler am ersten Tag nach den Winterferien überwiegend pünktlich zur Arbeit und zum Unterricht. Auch auf den zuletzt problematischen Strecken im Odenwald und Rheingau gab es kaum Wartezeiten. In beiden Regionen hatte es wegen fehlender Züge und eines neuen Betreibers Schwierigkeiten mit Bus und Bahn gegeben.

Besser, aber noch nicht gut

"Die Züge waren voller als sonst, es ist aber niemand stehengeblieben", beschrieb der Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Sven Hirschler, den Betrieb der Odenwaldbahn. Platzengpässe hatte es kurz vor Schulstart vor allem auf dem Streckenabschnitt zwischen Reinheim (Darmstadt-Dieburg) und Darmstadt gegeben. Reisende beschwerten sich in sozialen Netzwerken über überfüllte Züge des Odenwaldbahn-Betreibers Vias.

Die Situation sei nicht zufriedenstellend, aber sehr viel besser als noch Tage zuvor, sagte der RMV-Sprecher. Durch eine Verkettung von vielen unglücklichen Umständen seien zur Hochzeit bis zu acht Fahrzeuge ausgefallen. Sechs waren am Montag weiterhin nicht verfügbar: Ab Mittwoch soll ein Zug wieder einsatzbereit sein, drei weitere bis spätestens Ende Januar. Wann die übrigen zwei dann wieder fahren, sei noch unklar, so der Sprecher.

Busfahrer im Rheingau wieder auf Kurs

Probleme gab es seit Dezember auch bei drei für den Schülertransport wichtigen Buslinien im Rheingau-Taunus-Kreis zwischen Eltville, Schlangenbad und Walluf. Bereits vor den Winterferien habe ein neues Busunternehmen einen "katastrophale Betriebsstart" hingelegt, teilte damals die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) mit. Busse seien ausgefallen, zu spät abgefahren oder hätten die Linienwege nicht eingehalten.

Am Montagmorgen sei der Busverkehr dort ohne Probleme gelaufen, sagte RTV-Geschäftsführer Roland Buitkamp: "Unsere Maßnahmen greifen." Unter anderem hätten Fahrer Nachschulungen erhalten, man habe einen neuen Standplatz für die Busse gefunden und teilweise die Routen geändert.

Neue RMV-Automaten aufgestellt

Seit Montag können Reisende ihre RMV-Tickets auch an neuen, moderneren Automaten kaufen. Die neuen Maschinen sollen mit mehr Leistung und Kundenfreundlichkeit punkten - unter anderem mit Live-Informationen über die nächsten Fahrten an Bahnsteigen, die bisher keine entsprechenden Displays hatten. Auch kontaktlose Zahlung und Scheine als Rückgeld sollen den Kartenkauf erleichtern.

Die Umstellung laufe problemlos, sagte der RMV-Sprecher. Die Automaten müssten lediglich noch mit der Möglichkeit, auch Tickets der Deutschen Bahn anzubieten, nachgerüstet werden. Die insgesamt 638 neuen Automaten sollen voraussichtlich bis Ende Mai an allen Haltestellen von S-Bahnen und Regionalzügen stehen.

Sendung: hr-iNFO, 15.01.2017, 17.00 Uhr

Ihre Kommentare Ihre Bus- und Bahnerfahrung am Montag nach den Ferien?

6 Kommentare

  • Also ich mache inzwischen konsequent von der 10-Minuten-Garantie Gebrauch. Das ist dann wenigstens ein kleiner Trost für die andauernden Verspätungen auf der Stecke zwischen Friedberg und Frankfurt.

  • Ich nutze regelmäßig die RB 75 zwischen Mainz und Darmstadt. Auf dieser sehr stark befahrenen Pendler-Linie werden von der Bahn zuletzt auch während der Hauptverkehrszeit immer öfter 2 anstatt 3 Doppelstock-Wagen eingesetzt. In diesen herrscht dann ein solches Gedränge - auch auf den Treppen -, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis es bei einer starken Bremsung oder an einer Weiche zu Verletzungen oder gar Panikreaktionen kommt. Die zwangsläufigen Verspätungen, da es jeweils mehrere Minuten an jeder Haltestelle dauert, bis sich der letzte Passagier in den überfüllten Zug gequetscht hat, sind da nur das kleinere Übel.

  • Wenn ich mir die Verspätungsmeldungen der Odenwaldbahn seit heute (15.1.) nachmittag anschaue, so haben viele Züge z.t. massiv Verspätung und das bis jetzt (Stand: 19:30 Uhr). Und viele Wagen der VIAS fehlen ja immer noch im lfd. Betrieb , sodass dazu noch Überfüülung der Züge kommt.
    Pendler, die heute wieder nach den Ferien gestartet sind haben keine Freude. Von einem "normalen" Betriebstag kann da nicht die Rede sein.
    Wenn RMV und VIAS da nicht schnellstens Abhilfe schaffen wird das auch weiter ein Thema in den sozialen Medien sein.

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