Tunis Airbus A320 im Flug
Ein Airbus A320 der Tunis Air - der Vorfall in Frankfurt ging glimpflich aus. Bild © Imago

Am Frankfurter Flughafen hat es einen Zwischenfall bei einem Anflug gegeben: Eine tunesische Maschine visierte einen Rollweg statt der Landebahn an und musste durchstarten. Die Flugsicherung untersucht den Vorfall.

Eigentlich wollte die Besatzung eines Airbus A320 aus Tunesien bereits zur Landung am Frankfurter Flughafen ansetzen - doch dann visierte sie nach einem mit dem Tower abgesprochenen Bahnwechsel versehentlich eine Spur an, die nur als Rollweg vorgesehen ist. Das berichtete das Online-Portal "Aviation Herald". Demnach kam es zu dem Zwischenfall bereits am 15. September.

Kurz vor der Landung sei die Maschine aus etwa 60 Metern Höhe neu durchgestartet und habe die Landung etwas später korrekt ausgeführt. Der "Aviation Herald" gibt an, dass als Folge des Zwischenfalls in Frankfurt alle sogenannten Bahnwechsel im Anflug ausgesetzt wurden.

Deutsche Flugsicherung bestätigt Untersuchung

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Langen (Offenbach) bestätigte am Freitag auf Nachfrage von hessenschau.de, dass es am 15. September einen Vorfall mit einer A320 einer tunesischen Fluggesellschaft gegeben habe. Dabei sei es zu einem "Durchstarteverfahren" im Landeanflug gekommen.

Der Vorfall werde untersucht und sei an das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) gemeldet worden. Weitere Details konnte die Sprecherin nicht nennen.

Ob im Rahmen der Untersuchung auch bestimmte Anflugverfahren vorerst ausgesetzt wurden, konnte sie ebenfalls nicht sagen. Es sei jedoch grundsätzlich möglich, dass Anflugverfahren vorerst ausgesetzt würden, wenn sie Teil einer Untersuchung sind und bedenklich erschienen.

Sendung: hr-iNFO, 05.10.2018, 10.40 Uhr