Hammerwerferin Betty Heidler in Barcelona
Räumte in Barcelona ab: Hammerwerferin Betty Heidler. Bild © picture-alliance/dpa

Die Frankfurter Hammerwerferin Betty Heidler gewinnt bei der Leichtathletik-EM in Barcelona die Goldmedaille. Für die amtierende Vize-Weltmeisterin ist es das zweite Gold nach dem WM-Sieg 2007 in Osaka.

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„Ich bin total happy und total zufrieden. Ich hatte den ganzen Tag den Wettkampf im Kopf und freue mich, dass ich gewonnen habe.“ Zitat von Betty Heidler nach dem Wettkampf
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found EM - Betty Heidler holt Gold

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Mit 75,92 Metern schockt Heidler schon im zweiten Durchgang die Konkurrenz. Als sich die wegen Dopings zwei Jahre gesperrte Ex-Weltrekordlerin Tatjana Lysenko (Russland) im vierten Versuch auf 75,65 Meter steigert, setzt die Frankfurterin noch eins drauf und steigert ihre Saisonbestmarke im fünften Durchgang auf 76,38 Meter. Damit nähert sich die Weltmeisterin von 2007 und WM-Zweite von Berlin bis auf 74 Zentimeter ihrem letztjährigen Deutschen Rekord. Auch Anita Wlodarczyk, die Betty Heidler 2009 in Berlin das WM-Gold entrissen hatte, ist nach Rückenproblemen mit 73,34 Metern als Dritte chancenlos. 

Dickes Lob vom Bundestrainer

"Eine persönliche Bestleistung wäre zwar das Optimum gewesen", sagt die 26-Jährige nach dem Wettkampf. "Aber Gold mit Saisonbestleistung ist natürlich auch super - da kann man nicht meckern." Die Pleite ihrer Klubkameradin Kathrin Klaas hat sie unbeeindruckt gelassen. Die WM-Vierte war kläglich in der Qualifikation gescheitert. So lastet der komplette Druck auf der Frankfurterin, dem sie aber bravourös standhielt. Ein dickes Lob gibt es von Bundestrainer Michael Deyhle, der sich "beeindruckt" von der Leistung seines Gold-Schützlings zeigt.