Sebastian Vettel lässt sich feiern.
Sebastian Vettel lässt sich feiern. Bild © picture-alliance/dpa

Sebastian Vettel schafft die Sensation: Der Heppenheimer Formel-1-Pilot gewinnt den Großen Preis von Abu Dhabi und krönte sich damit zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten.

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Es ist das dramatische Finale, das diese spannende Formel-1-Saison verdiente: Der Große Preis von Abu Dhabi entwickelt sich zum Nervenkrimi – mit einem sensationellen Ende für Sebastian Vettel. Der Heppenheimer gewommt das Rennen im Wüstenstaat vor Lewis Hamilton und Jenson Button (beide McLaren). Vettel profitiert beim Sieg von einem schwachen Auftritt seiner Konkurrenten Fernando Alonso (Ferrari) und Mark Webber (Red Bull), die nur auf Rang sieben bzw. acht landen. "Unglaublich! Danke, ich liebe euch", brüllt Vettel auf der Ehrenrunde in den Teamfunk, während ihn die Gefühle übermannten. Der Heppenheimer weint vor Glück über seinen sensationellen Erfolg. "Es war eine unglaublich harte Saison. Aber wir haben immer an uns geglaubt. Heute war ein ganz spezieller Tag", sagt Vettel später als er sich etwas gefasst hatte. Mit dem WM-Triumph schreibt der Heppenheimer Geschichte. Er ist nicht nur der jüngste Weltmeister aller Zeiten, sondern liegt nach dem Sieg in Abu Dhabi auch erstmals in seiner Karriere auf Rang eins in der Gesamtwertung - genau zum richtigen Zeitpunkt.

Alonso verspielt Sieg in der Box

Bereits am Start erwehrt sich Vettel der Konkurrenz hält und den eigentlich besser gestarteten Lewis Hamilton auf Distanz. Titelfavorit Alonso verliert einen Platz. Schon früh deutet sich an, dass der Ferrari-Pilot einen harten Arbeitstag vor sich haben würde. Die Vorentscheidung fällt bereits nach wenigen der 55 Runden auf dem Yas Marina Circuit. Alonso muss früh in die Box und landet nach dem Reifenwechsel mitten im Feld. Trotz des eigentlich schnelleren Autos kommt der Spanier nicht an Vitali Petrov vorbei. Alonso verliert hinter dem Renault wertvolle Zeit und fällt immer weiter zurück. Der für den Spanier ausreichende vierte Platz (bei einem Vettel-Sieg) gerät in weite Ferne. Ähnlich ergeht es Webber, der ebenfalls früh zum Reifenwechsel geht und noch hinter Alonso feststeckt.

Faire Verlierer gratulieren Vettel

Die beiden unterlegenen Konkurrenten erweisen sich nach dem Rennen als faire Verlierer: "Es ist alles fair und sauber gelaufen, da kann man nur gratulieren. Nächstes Jahr sind wir wieder da", sagt Alonso und Webber gesteht ein: "Ich war nicht schnell genug. Sebastian hatte das richtige Timing, er hat im richtigen Moment die WM angeführt, nämlich am Ende."

Schumacher sorgt für Schrecksekunde

Neben der sensationellen Wende im Rennen um die Gesamtwertung geht die starke Leistung von Nico Rosberg fast unter. Der Mercedes-Fahrer aus Wiesbaden schafft mit dem vierten Rang ein versöhnliches Saisonende. Für den Odenwälder Timo Glock ist der Grand Prix dagegen vorzeitig beendet. Ein spektakuläres, aber schnelles Ende hat das letzte Saisonrennen für Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister dreht sich kurz nach dem Start und wäre vom Force India von Vitantonio Liuzzi um ein Haar aufgespießt worden. "Das war nicht ganz so ohne", sagt der Mercedes-Fahrer nach dem Rennen.