Kollektive, Partys, Politik : Was die documenta 15 anders macht

Kassel: Zum offiziellen Programm gehören Abhängen und Protest, die Kunst kommt von Kollektiven statt von Branchen-Stars - die documenta 15 fordert zum Umdenken und Mitmachen auf. Besucher und Besucherinnen müssen sich auf ein Kunstabenteuer einlassen.

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Kasseler Osten im Fokus der documenta

Kassel: Die documenta 15 hat sich auf die Fahne geschrieben, den Kasseler Osten stärker in den Fokus zu rücken. Der Künstler Markus Ambach hat zu diesem Zweck einen Wanderweg entworfen, auf dem die Besucher ganz besondere Orte entdecken können.

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Kommentar: "Es werden die ganz großen Keulen geschwungen"

Kassel: Die documenta hat noch nicht angefangen, aber steckt schon in der Krise: Ein Blogger eines israel-nahestehenden Bündnisses hat den Machern der documenta, dem Künstlerkollektiv ruangrupa, Antisemitismus vorgeworfen. Die documenta wehrt sich und wollte darüber öffentlich diskutieren, mit Experten. Doch die Diskussion wurde wieder abgesagt. Auch der Zentralrat der Juden kritisierte die documenta-Macher. Die wehren sich nun mit einem offenen Brief gegen die Vorwürfe. Und werfen ihren Kritikern Rassismus vor. Ein Ende des Streits um die documenta ist nicht in Sicht. Zeit, für ein verbales Abrüsten, meint Jens Wellhöner.

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Allerdings, documenta: "We need to talk!"

Kassel: Die documenta steht unter Antisemitismus-Verdacht. Teile der documenta-Leitung und eingeladene Kollektive und Künstler:innen sollen eine ideologische Nähe zur anti-israelischen Boykottbewegung BDS pflegen, diesen Boykott teilweise sogar unterstützt haben. Seit mehr als einer Woche kocht die Debatte in den Medien, in Politik und im Kunstbetrieb. Die Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat sich eingeschaltet und die documenta hat nun ein Forum angekündigt, auf dem sie Rassismus, Antisemitismus und Kunstfreiheit diskutieren möchte. Doch wird es das alleine richten? Tanja Küchle mit einem Kommentar.