In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Binnen 24 Stunden gab es hessenweit 49 Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ 49 Neuinfektionen, zwei Todesfälle +++

07.00 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um 49 Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch, 0 Uhr. Es gab im selben Zeitraum zwei weitere Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen auf 482 stieg. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.129 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.100 (rund 90 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben von Mittwoch bei 12,1 Fällen im Kreis Fulda. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Mittwoch, 3. Juni:

+++ Klopapier-Hersteller Ille fährt Produktion hoch +++

18.29 Uhr: Zu Beginn der Corona-Pandemie war der Absatz von Klopapier bei vielen Herstellern deutlich gestiegen. Hersteller wie Ille Papierservice in der Wetterau dagegen blieben auf ihrer Ware sitzen. Denn das Unternehmen beliefert vor allem Gastronomiebetriebe, Schulen und Gewerbe. Ille musste große Mengen Klopapier einlagern.

Mit den Lockerungen der Maßnahmen baut Ille die Lagerbestände ab und fährt die Produktion wieder hoch. Auch Privatkunden würden wieder fast so wie vor der Krise einkaufen, teilt der Toilettenpapier-Hersteller Essity in Witzenhausen mit. Das Unternehmen geht allerdings langfristig von einer steigenden Nachfrage nach Hygieneprodukten aus. Durch die Corona-Pandemie würden die Leute mehr Wert auf Sauberkeit legen.

+++ Schon über 2.000 Einsendungen an "Coronarchiv" +++

17.11 Uhr: Ende März stellte Benjamin Roers, Historiker an der Universität Gießen, mit Kollegen aus Bochum und Hamburg das "Coronarchiv" ins Netz - ein digitales Archiv über und für die Corona-Zeit. Dort kann jede und jeder hochladen, was ihr oder ihm besonders eindrücklich erscheint in der Corona-Krise: Fotos von leeren Straßen, Bilder von bemalten Klopapierrollen, fröhliche Lieder über Corona gegen den Lockdown-Blues. Mehr als 2.000 Uploads verzeichnet die Seite bislang.

Es soll ein Alltagsarchiv sein, sagt Benjamin Roers im Interview mit hr-iNFO, das heute um 19.35 Uhr sowie am Samstag, 10.05 und 18.35 Uhr, sowie am Sonntag, 8.35 und 14.05 Uhr im Radio läuft und schon jetzt im Podcast zu hören ist. Reizvoll an dem Archiv sei, dass es eine Situation erfasse, von der niemand wisse, wann sie abgeschlossen sei. History in the making.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel auf hr-inforadio.de Benjamin Roers - Historiker und Mitinitiator des "Coronarchivs"

Benjamin Roers
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+++ Opposition kritisiert Corona-Nachtragshaushalt +++

16.44 Uhr: Der angekündigte zweite hessische Nachtragshaushalt angesichts der Corona-Krise sorgt schon vor seiner offiziellen Vorstellung für Diskussionen im Landtag. "Es geht hier um gigantische Summen, die Hessen über Jahrzehnte schultern muss. Klar ist, dass wir der Landesregierung keinen Blankoscheck ausstellen, sondern ganz genau hinschauen werden", erklärte die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Nancy Faeser, am Mittwoch in Wiesbaden. Den angegebenen Finanzbedarf müsse die Landesregierung mit detaillierten Angaben belegen, forderte der FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock. "Eine Kreditaufnahme in dieser Größenordnung bedeutet nicht nur eine Ausnahme von der Schuldenbremse, sondern auch eine Belastung künftiger Generationen."

Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise plant Hessen laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  ein Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro zu bilden. Das Land wolle das Geld am Kapitalmarkt aufnehmen und innerhalb von 30 Jahren tilgen.

+++ Mann will keinen Mundschutz tragen - Schlägerei in Zug +++

16.14 Uhr: Wegen eines fehlenden Mundschutzes haben sich in einem Zug von Kassel nach Marburg zwei Männer geprügelt. Auch nach der Aufforderung einer Zugbegleitung weigerte sich ein 50-Jähriger, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Zur Unterstützung habe sich ein 44 Jahre alter Fahrgast aus Kassel eingemischt. Dabei sei es am Dienstag zu einem Handgemenge gekommen. Die Männer gingen demnach zu Boden. Der 50-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf. Gegen die beide Männer werde nun wegen Körperverletzung ermittelt.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.03 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das bundes- und weltweite Geschehen im Blick. Hier ein Auszug vom Mittwoch:

  • Nach einem Coronavirus-Ausbruch in Göttingen bleiben vorsorglich alle Schulen in der Stadt sowie mehrere Kitas bis zum Wochenende geschlossen.
  • Der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat sich zum ersten Mal selbskritisch über den Sonderweg Schwedens mit wenigen Einschränkungen geäußert.
  • Brasilien zählt inzwischen mehr als 550.000 bestätigte Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie. Trotzdem setzt das Land auf weitere Lockerungen.

+++ Studie zu Corona bei Kindern startet kommende Woche +++

14.42 Uhr: Noch immer ist unklar, welche Rolle Kinder bei der Übertragung des Coronavirus spielen. Um diese Frage näher zu untersuchen, wollen Forscher des Universitätsklinikums Frankfurt in der kommenden Woche eine Studie an 60 Kitas in ganz Hessen starten. Details dazu gab die Leiterin des Instituts für Medizinische Virologie an der Uniklinik Frankfurt, Sandra Ciesek, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt.

Pro Einrichtung sollen 25 Kinder und Erzieher wöchentlich auf das Virus getestet werden. Sie erhoffe sich dadurch Daten zur Rolle asymptomatischer Kinder für die Verbreitung des Virus, so Ciesek - aber auch Erkenntnisse darüber, wie die schrittweise Öffnung der Kitas zur Häufigkeit und Übertragung beitrage. Auftraggeber der Studie, die über acht bis 12 Wochen laufen soll, ist das Land Hessen.

+++ 417 stationäre Covid-19-Patienten +++

14.24 Uhr: Momentan werden 417 Covid-19-Patienten stationär in hessischen Krankenhäusern behandelt (Stand 2. Juni, 11 Uhr). Das berichtete Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. 72 der Patienten müssten beatmet werden. Die Zahl der freien Krankenhausbetten liegt laut Klose bei 10.852, die der freien Beatmungsplätze bei 851.

+++ Schwierige Lage für Berufseinsteiger +++

12.34 Uhr: Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Zahl der Ausbildungsstellen geht zurück: Für Berufsanfänger und Absolventen stehen die Chancen, einen Job zu finden, momentan schlecht. Doch nicht alle trifft die Krise gleich stark, wie Sie in unserem Beitrag lesen können.

+++ Landessportbund bittet kommunale Verbände um Unterstützung +++

11.43 Uhr: Der Landessportbund Hessen hat an die kommunalen Spitzenverbände appelliert, die Sportvereine in der Corona-Pandemie zu unterstützen. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das der Dachverband am Mittwoch veröffentlichte. "Halten Sie an bereits zugesagten Zuschüssen und finanziellen Förderungen fest. Entlasten Sie Vereine von Nutzungs- und anderen Gebühren. Stellen Sie den Vereinen kommunale Sportinfrastruktur zur Verfügung. Helfen Sie bitte unbürokratisch überall dort, wo Notlagen entstehen und Vereinsexistenzen bedroht sind", heißt es in dem Brief, der Ende Mai an den Hessischen Städtetag, den Hessischen Städte- und Gemeindebund und an den Hessischen Landkreistag ging.

"Gerade in diesen Tagen wird es uns in besonderem Maße bewusst, wie wichtig die 7.600 Sportvereine unter dem Dach des Landessportbundes für den Zusammenhalt des Landes und für die Lebensqualität vor Ort sind", sagte Präsident Rolf Müller.

+++ Gießener Serien-Festival startet online +++

11.12 Uhr: Couch statt Kino: Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter der "Seriale" das Gießener Serien-Festival in diesem Jahr ins Internet verlegt. Über 70 einzelne Folgen und Pilotepisoden von Filmemachern aus 18 Ländern stehen vom heutigen Mittwoch an online zur Auswahl. Das Festival läuft bis zum 8. Juni.  

+++ Reisewarnung für europäische Länder soll am 15. Juni fallen +++

10.26 Uhr: Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für rund 30 europäische Staaten aufheben, falls die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde. Danach soll die Mitte März pauschal verhängte Warnung vor touristischen Reisen durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden. Mehr dazu erfahren Sie bei tagesschau.de.

+++ Arbeitslosenquote steigt weiter an +++

10.01 Uhr: Immer mehr Menschen verlieren in der Corona-Krise ihren Job. Schon im April war die Arbeitslosenquote von zuvor 4,5 auf 5,2 Prozent geklettert, im Mai stieg der Wert weiter an – auf 5,6 Prozent. Laut der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren im vergangenen Monat insgesamt gut 192.000 Menschen ohne Arbeit. Ein Ende des Negativtrends der letzten Monate ist nach Erwartungen der Arbeitsagentur nicht in Sicht.

+++ Kultursommer in Nordhessen beginnt - maximal 80 Besucher +++

9.25 Uhr: Am heutigen Mittwoch startet der Kultursommer in Nordhessen mit gleich zwei Konzerten in Baunatal. Wegen der Corona-Pandemie fällt die Veranstaltungsreihe allerdings deutlich anders aus als in den vergangenen Jahren: Alle Konzerte finden draußen statt, Pausen und Catering gibt es nicht. Die Besucher müssen ihre Stühle selbst mitbringen und mit ausreichend Sicherheitsabstand zueinander aufstellen. Je nach Veranstaltungsort ist die Besucherzahl auf maximal 80 Menschen begrenzt.

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Klappstuhl
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+++ Lufthansa mit Milliardenverlust - Umbau geplant +++

07.46 Uhr: Die Lufthansa bereitet ihre Mitarbeiter trotz ihrer geplanten Rettung durch den Staat in der Corona-Krise auf herbe Einschnitte vor. "Angesichts der absehbar nur sehr langsam verlaufenden Erholung der Nachfrage müssen wir nun mit tiefgreifenden Restrukturierungen gegensteuern", sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch in Frankfurt. Im ersten Quartal brockte die Corona-Krise dem Konzern einen Milliardenverlust ein. Unter dem Strich stand ein Minus von 2,1 Milliarden Euro nach einem saisontypischen Minus von 342 Millionen ein Jahr zuvor.

Während zuletzt fast 700 der 763 Flugzeuge des Konzerns am Boden standen, dürften auch im kommenden Jahr noch 300 und im Jahr 2022 noch 200 Maschinen nicht fliegen, schätzt das Management. Für 2023 erwartet der Vorstand weiterhin eine um 100 Flugzeuge verkleinerte Flotte. Die Lufthansa stemmt sich mit Kostensenkungen gegen das Desaster - das wird auch das Personal treffen. Von den knapp 137.000 Beschäftigten sind 87.000 in Kurzarbeit. Es gebe einen "Personalüberhang" von bis zu 20.000 Mitarbeitern, hieß es in Konzernkreisen. Mit den Gewerkschaften soll eine Lösung gefunden werden, möglichst viele von ihnen über mehr Teilzeit und Gehaltsverzicht an Bord zu halten.

+++ 20 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

06.29 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um 20 Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch, 0 Uhr. Weitere Todesfälle gab es im selben Zeitraum nicht, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 480 bleibt. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.080 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.100 (rund 90 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben von Montag bei 14,1 Fällen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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