In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit auf 5.384 gestiegen.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Schon rund 1.000 Verstöße gegen Corona-Regeln +++

16.03 Uhr: Seit knapp einer Woche werden in Hessen Verstöße gegen das Kontaktverbot, das aufgrund der Corona-Krise in Kraft ist, von der Polizei mit Bußgeldern bestraft. Bislang wurden dabei bereits 919 Fälle registriert, die geahndet wurden. Das gab das hessische Innenministerium am Donnerstag bekannt. Dazu kamen laut Mitteilung noch 79 Verstöße gegen die Schließung von Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen. Auch hier wurden von der Polizei Bußgelder ausgestellt.

+++ Spenden sollen Wiesbadener Schlachthof retten +++

15.39 Uhr: Das Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden ist eigenen Angaben zufolge dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag hat die Coronakrise zu einer "existenziell bedrohlichen" Situation geführt. "Unsere Einnahmen sind auf Monate fast komplett weggebrochen", heißt es in der Meldung, in der um Spenden gebeten wird. Potenzielle Unterstützer können bis zum 20. Mai Geld überweisen, zehn Prozent der Erlöse gehen anteilig an die Seebrücke und "Frauen helfen Frauen".

+++ Corona-Infos in der richtigen Dosierung +++

15.22 Uhr: Das richtige Maß an Informationen über das Thema Corona ist wichtig. Das betont der Frankfurter Psychologen Ulrich Stangier in hr-info "Das Interview". Dabei komme es vor allem auf Relevanz der Information und die richtige Dosis an. "Zu viel Wissen kann Stress verursachen. Zu wenig Wissen kann dazu führen, dass die Bedrohung unkontrollierbar erscheint." Menschen, die sich nicht ausreichend informieren, seien zudem anfälliger für Verschwörungstheorien. Wer solche Theorien aufstellt und an sie glaubt, versuche damit letztlich nur, die psychische Belastung zu reduzieren.

+++ Verhaltensregeln für Wiesbadener Wälder +++

15.08 Uhr: Die Stadt Wiesbaden bittet alle Naturfreunde, auch in Corona-Zeiten Rücksicht auf Tiere und Pflanzen zu nehmen. Wie das Umweltamt am Donnerstag mitteilte, sollten die Wege in den Waldwiesentälern Rabengrund, Goldsteintal, Kellersbachtal und Weilburger Tal möglichst nicht verlassen werden. Aufgrund der Kontaktsperre seien derzeit viele Menschen außerhalb der vorgesehenen Pfade unterwegs und störten so die seltenen Pflanzen und die wildlebenden Tiere, hieß es. Freizeitaktivitäten wie Grillen, Ballspielen und Radfahren seien ohnehin nicht erlaubt. Hunde sind an der Leine zu führen.

+++ Konsti-Markt bietet Lieferservice +++

14.56 Uhr: Der Verbrauchermarkt an der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt testet rund um die Osterfeiertage einen klimaneutralen Lieferservice. Wie auf der Webseite des Wochenmarktes zu lesen ist, stehen an Gründonnerstag und am Ostersamstag drei Lasten-Fahrräder, zwei Velo-Taxis und eine Kutsche bereit, um bestellte Waren auszuliefern. Die Bestellungen speziell zusammengestellter Pakete werden telefonisch entgegengenommen.

+++ Zwei Wochen Quarantäne nach Auslandsreisen Pflicht +++

14.41 Uhr: Alle Menschen, die nach mehrtägigen Aufenthalten im Ausland nach Deutschland zurück reisen, müssen sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Donnerstag dort künftig zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Die Regelungen in den Bundesländern, also auch in Hessen, sollen schon zum Osterreiseverkehr wirken. Grundsätzlich dürfen nur noch Deutsche und andere Europäer mit Aufenthaltstitel derzeit nach Deutschland einreisen.

+++ Oster-Gottesdienste auf der Couch statt in der Kirche +++

14.25 Uhr: Die Kirchen leer, die Gebete einsam? Wegen der Corona-Krise wird Ostern in diesem Jahr anders. Die Kirchen betonen: Wir sind da! Die Gemeinden wollen statt in den Gotteshäusern nun über die Medien möglichst viele Menschen zu Hause erreichen und zum Mitmachen animieren. Der hr bietet alle Radiosendungen zum Thema Kirche an Ostern zusätzlich online an. Und auch Kirchenglocken spielen eine wichtige Rolle. Bei einem Balkon-Osterjubel können alle mitmachen.

+++ 5.384 Infizierte, 103 Tote +++

14.11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist am Donnerstag auf 5.384 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte, sind somit innerhalb eines Tages 270 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Zahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum stieg in Hessen um 11 auf 103. Damit überstieg die Zahl der Todesfälle erstmals die 100.

Die meisten Covid-19-Infizierten meldete erneut die Stadt Frankfurt (730), gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis (306), dem Main-Kinzig-Kreis (294), dem Landkreis Offenbach (289) und dem Landkreis Groß-Gerau (271).

+++ Mediziner rät von Oster-Besuchen ab +++

13.47 Uhr: Der Kasseler Infektionsmediziner Marcus Thomé appelliert an alle Bürger, in diesem Jahr von traditionellen Oster-Besuchen abzusehen. Eine Zusammenkunft verschiedener Generationen sei in der jetzigen Zeit nicht zu empfehlen, betonte Thomé am Donnerstag im Corona-Update des hr. "Kontakte müssen weiter minimiert werden." Derzeit bestünde zwar Hoffnung auf eine Verbesserung der Corona-Lage, das Problem sei aber noch lange nicht aus der Welt. "Wir haben nur Grund zur Hoffnung, weil wir uns seit vier Wochen richtig verhalten." Sollten die Beschränkungen gelockert oder die Verhaltensweisen verändert werden, befürchtet Thomé eine erneute Verschlechterung.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 9. April, 12 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Corona-Testmobil in Frankfurt +++

13.29 Uhr: In Frankfurt wurde an diesem Donnerstag das am Dienstag angekündigte Corona-Testmobil vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Linienbus, der rund 50 Alten- und Pflegeheime in der Stadt ansteuern und das dortige Personal und die Heimbewohner auf eine mögliche Infektion mit Covid-19 testen soll. Verantwortlich für das Corona-Testmobil ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

In dem Bus gibt es einen barrierefreien Zugang, an Bord sind lediglich der Fahrer, ein Arzt und ein Assistent. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen nach 24 bis 72 Stunden vorliegen. "Erfahrungen aus anderen Städten mit teils dramatisch hohen Fallzahlen zeigen, wie immens wichtig es ist, gerade die Bewohner und das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen so schnell wie möglich auf eine eventuelle Corona-Infektion zu testen", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Ein Bus des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt
Ein Arzt im Inneren des Corona-Busses.

+++ Bouffier: "Sind auf dem richtigen Weg" +++

13.15 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Hessen in der Corona-Krise Mut gemacht. "Unser Alltag steht in der Corona-Krise Kopf. Ich weiß, wie schwierig und belastend das für viele ist", versicherte der Regierungschef am Donnerstag in Wiesbaden. "Deshalb ist es mir wichtig, Ihnen auf diesem Weg Mut zu machen", erklärte Bouffier in einer Videobotschaft anlässlich der Osterfeiertage. "Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Das zeigt unter anderem die Entwicklung der Fallzahlen."

Trotzdem sei es nach wie vor wichtig, die Ausbreitung des Virus noch weiter zu reduzieren, mahnte der Ministerpräsident. Deshalb sei es auch nötig, die Einschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien aufrecht zu erhalten. "Nur wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen und unsere persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken, gelingt es uns, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen."

Videobeitrag

Video

zum Video Ministerpräsident Bouffier zu Corona-Fragen

hessenschau vom 08.04.2020
Ende des Videobeitrags

+++ Vielfalt auf Balkonen - Fotowettbewerb in Corona-Zeiten +++

13.03 Uhr: Kontaktbeschränkungen als künstlerische Herausforderung: In Zeiten der Conora-Pandemie hat Darmstadt Hobby-Fotografen zu einem Wettbewerb aufgerufen. Mit Handy oder Kamera soll die biologische Vielfalt auf dem Fensterbrett, auf Balkonen und in Gärten festgehalten werden, wie die Verwaltung am Donnerstag mitteilte. Die Menschen in Darmstadt sollen voraussichtlich bis Ende Juni jede Woche ein Bild aus den Kategorien "Pflanze", "Tier" und "Pflanze mit Tier" küren. Die Fotos sollen wöchentlich auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Zu gewinnen gibt es Gutscheine für einheimische Pflanzen und Saatgut.

+++ KfW-Schnellkredite für den Mittelstand +++

12.41 Uhr: Kleine und mittlere Unternehmen können ab kommendem Dienstag (14.4.) Schnellkredite beantragen. Wie Wolfram Schweickhardt von der KfW-Bank in Frankfurt am Donnerstag im Corona-Update des hr erklärte, kann die Finanzspritze bei der jeweiligen Hausbank angefragt werden, die KfW-Bank garantiert den Geldinstituten eine Befreiung vom Kreditrisiko. "Die Firmen erhalten bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes von 2019", so Schweickhardt. Bei kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeiter liege die Grenze bei einer halben Million Euro, mittelgroße Unternehmen bis 249 Mitarbeiter haben Anrecht auf 800.000 Euro. Das Geld sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen auf dem Konto sein.

+++ Patienten schieben Herzinfarkt-Behandlungen auf +++

12.14 Uhr: Die Notruf-Nummer 112 verzeichnet seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weniger Anrufe und in die Krankenhäuser kommen weniger Herzinfarkt-Patienten. Das bestätigen auf hr-Anfrage die Rettungsleitstellen von Frankfurt und Darmstadt sowie mehrere Krankenhäuser in Hessen. Zum Teil würden sich Herzinfarktpatienten nun mit Verspätung vorstellen, sagt der Chefarzt der Kardiologie der Diakonie-Kliniken in Kassel, Ole Breithardt. Durch das Aufschieben habe sich in manchen Fällen die Erkrankung verschlimmert. Breithardt vermutet, dass viele Patienten derzeit aus Angst vor der Corona-Infektion nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.

+++ GEW: "Hygiene in Schulen muss Chefsache werden" +++

12.00 Uhr: Für den Fall, dass die Schulen nach Ostern wieder geöffnet werden sollten, hat die Lehrergewerkschaft GEW eine deutliche Verbesserung der hygienischen Zustände gefordert: Waschbecken, Seife, Desinfektionsmittel und Papierhandtücher in möglichst allen Klassen- und Gemeinschaftsräumen, ausreichend funktionierende Toiletten und deren Reinigung seien essentiell. "Es ist höchste Zeit, das Thema Hygiene an Schulen zur Chefsache in Politik, Behörden und bei den Trägern zu machen. Ein 'Weiter so' wäre unverantwortlich", sagte die Vorsitzende der GEW Hessen, Maike Wiedwald.

+++ Hilfe bei Gewalt auch in Corona-Zeiten +++

11.48 Uhr: Durch die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen erheblichen Einschränkungen wie Kontaktverbote oder Quarantäne könnten Konflikte innerhalb von Familien zunehmen oder aus dem Ruder laufen. Das betonte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. Vornehmlich Leidtragende dürften Kinder und Frauen sein. "Wir wissen nicht, was hinter vielen geschlossenen Türen passiert und können dem nur mit besonderer Achtsamkeit und Sensibilität begegnen", so die Ministerin. Hilfen gebe es auch in Corona-Zeiten von der Polizei, beim Familiengericht oder bei Beratungsstellen und Frauenhäusern, deren telefonische und online Erreichbarkeit gestärkt werde. (Frauenhäuser, Frauennotrufe und Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt/Misshandlung und sexueller Gewalt - nach Region geordnet) Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung.

+++ Festspiel-Entscheidung erst nach Ostern +++

11.00 Uhr: Eine Entscheidung über die mögliche Absage der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele wegen der Corona-Krise wird nach Angaben der Stadt erst am kommenden Dienstag nach Ostern (14.4.) feststehen. Der Grund dafür ist, dass sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, der anstelle der Stadtverordnetenversammlung tagt, telefonisch zusammenschalten. "Sollte das Gremium zu den Festspielen 2020 bestimmte Entscheidungen beraten, können diese noch nicht heute veröffentlicht werden", teilte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mit. Zunächst stand eine frühere Entscheidung im Raum.

+++ Feriendomizile am Edersee bleiben tabu +++

10.55 Uhr: Besitzer von Feriendomizilen rund um den Edersee (Waldeck-Frankenberg) dürfen diese wegen der Corona-Pandemie weiter nicht nutzen. Das Verwaltungsgericht (VG) Kassel bestätigte am Donnerstag ein Verbot des Landkreises. Die Richter lehnten den Eilantrag eines Mannes aus Nordrhein-Westfalen ab, der sein Wochenendhaus nutzen wollte. Man habe keinen Zweifel, dass das Nutzungsverbot derzeit ein "geeignetes, notwendiges und angemessenes Mittel" darstelle, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, erklärte ein VG-Sprecher. (Aktenzeichen: 5 L 661/20.KS)

+++ Zwei-Personen-Regel gilt auch an Ostern +++

10.45 Uhr: Regierungssprecher Michael Bußer hat im Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk im Hinblick auf die Ostertage noch einmal betont, wie wichtig es ist, dass sich alle Hessen an die Regeln halten. "Die Verordnungen haben wir gemacht, um die sozialen Kontakte und damit ein Gesundheitsrisiko zu minimieren. Eigentlich sollen die Leute zu Hause bleiben." In der Öffentlichkeit gelte weiterhin die zwei-Personen-Regel und auch im privaten Bereich seien Ansammlungen zu unterlassen. "Die Polizei hat den Auftrag Streife zu gehen und zu prüfen, ob das eingehalten wird."

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Regierungssprecher: "Das Risiko muss minimiert werden."

Zwei Teenie-Mädchen sitzen auf einer Parkbank neben einem abgesperrten Spielplatz nahe beieinander in der Sonne.
Ende des Audiobeitrags

+++ Kliniken können dringende Osterbesuche erlauben +++

10.28 Uhr: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat noch einmal an das generelle Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen erinnert, dabei aber eine Hintertür offengelassen. In besonderen Fällen, das betonte Klose im Corona-Update zum Nachhören, könnten die Kliniken oder Einrichtungen Ausnahmen erlauben. "Grundlegend gilt: Besuche sind verboten. Kliniken können aber entscheiden, weitere Personen zuzulassen." Als Beispiel nannte Klose den Vater bei Geburten oder Abschiedsbesuche bei Sterbenden.

+++ Doktoranden bekommen Corona-Aufschub +++

10.26 Uhr: Hessens Wissenschaftsminister Angela Dorn hatte im Corona-Update zum Nachhören gute Nachrichten für alle Promovierenden im Gepäck. Wie die Grünen-Politikerin erklärte, bekommen befristete Zeitverträge von wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Doktoranden an Universitäten Corona-bedingte Zusatzzeit. "Forschungsprojekte werden verlängert, die Befristungen gelockert." Die von der Bundesregierung angestoßene Regelung sehe eine Verlängerung der Verträge von sechs Monaten vor, so Dorn.

+++ Corona-Update zum Nachhören +++

09.55 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus:

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 9. April, 9 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Viele Kontaktverstöße bei Polizei gemeldet +++

8.47 Uhr: Bei Hessens Polizeidienststellen gehen nach Behördenauskunft zahlreiche Hinweise auf mögliche Verstöße gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise ein. Immer wieder meldeten Anrufer Menschenansammlungen oder private Treffen. Bürgerrechtler sehen die Entwicklung kritisch. "Gegenseitige Bespitzelung hat in einem freiheitlichen Land nichts zu suchen", sagte Franz-Josef Hanke, zweiter Landesvorsitzender der Humanistischen Union Hessen.

+++ Bad Hersfeld berät über Festspiele +++

8.15 Uhr: Die Stadt Bad Hersfeld berät heute Abend darüber, ob die Festspiele in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. Eigentlich sollte die 70. Auflage vom 26. Juni an über die Bühne gehen. Im vergangenen Jahr waren knapp 100.000 Menschen zu den Aufführungen gekommen. In diesem Jahr stand die Uraufführung der Inszenierung "Club der toten Dichter" von Intendant Jörn Hinkel auf dem Programm.

+++ Tourismusbranche rechnet mit drastischen Einbußen +++

6.50 Uhr: Hessens Tourismusbranche bereitet sich auf weitere harte Monate wegen der Corona-Krise vor. Laut einer Umfrage der Hessen Agentur wird die aktuelle Geschäftslage als sehr schlecht bewertet. Die Erwartungen für die nächsten drei Monate sind ebenfalls sehr gering. Die Umsatzeinbußen der Branche würden im erste Quartal des laufenden Jahres bei einem Minus von 30 Prozent liegen, teilte die Hessen Agentur mit. Für die nächsten drei Monate rechneten die Betriebe mit einem Rückgang der Erlöse von 75 Prozent. Die Stornierungsquote im Freizeitreisebereich liege knapp über 70 Prozent, im Geschäftsreisebereich leicht darunter.

+++ Dill-Kliniken heben Aufnahmestopp auf +++

6.30 Uhr: Die Lahn-Dill-Kliniken in Dillenburg haben ihren vorübergehenden Aufnahmestopp aufgehoben. Wie das Betreiberunternehmen mitteilte, sollen ab sofort wieder alle medizinisch notwendigen Eingriffe durchgeführt und Notfälle versorgt werden. Das Klinikum war vorübergehend für Neuaufnahmen geschlossen worden, nachdem bei Personal zwei Fälle von Covid-19 aufgetreten waren. Da die Corona-Test bei weiteren Mitarbeitern jedoch negativ ausfielen, konnte die Klinik wieder geöffnet werden.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Ende der weiteren Informationen