In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Top-Thema

    782 Neuinfektionen, acht Todesfälle

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat in Hessen wieder deutlich zugelegt. Binnen 24 Stunden wurden 782 Fälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Mit acht weiteren Todesfällen wurde zudem der höchste Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 584. Seit Beginn der Pandemie wurden 26.558 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 20.200 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist weiterhin die Stadt Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz beträgt dort 127,4. Auch in Frankfurt stieg der Wert erneut auf 122,0. Kassel (107,8) und Groß-Gerau (82,0) liegen ebenfalls deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen. Elf weitere Kreise und Städten liegen über der 50er-Marke. Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Bald 60 Soldaten im Frankfurter Gesundheitsamt

    Insgesamt 60 Bundeswehrsoldaten sollen in Frankfurt das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten unterstützen. Die Zahl der Helfer soll am Donnerstag erreicht sein, wie die Stadt am Montag mitteilte. Ab Freitag soll dann ein Zwei-Schicht-Betrieb anlaufen.

    Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsamtsleiter René Gottschalk lobten die Unterstützung. Man gehe auch davon aus, dass die Bundeswehr über das vorläufig geplante Einsatzende Mitte November hinaus in Frankfurt bleibe. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt bei 117,9.

  • Überlastete Gesundheitsämter: Kontrollverlust mit Ansage

    Noch immer setzen RKI und die Behörden auf Kontaktnachverfolgung als wichtigste Waffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Doch nicht nur in Hessen stoßen die Gesundheitsämter an ihre Grenzen, in fast allen Bundesländern können viele Fälle nicht mehr ausreichend bearbeitet werden. An vielen Stellen helfen schon Soldaten aus. Experten fordern deshalb einen Strategiewechsel. Mehr erfahren Sie im Beitrag auf tagesschau.de.

    Soldaten der Bundeswehr helfen in Hannover bei der Kontaktnachverfolgung.
  • Top-Thema

    Lorz verteidigt Präsenzunterricht

    Auf der Pressekonferenz am Montag haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) einstimmig betont, dass es in Hessen oberste Priorität habe, dass Schulen und Kitas offen bleiben. "Wir wollen den Präsenzunterricht soweit wie möglich aufrecht erhalten", sagte Bouffier am Montag.

    Die Schulen seien nach den Sommerferien nicht zu Hotspots geworden, betonte Lorz. Sie seien keine Treiber der Pandemie. Lorz verteidigte dabei auch die Strategie des Stoßlüftens, sie sei auch nach Meinung von Experten der Königsweg. Das Land bleibe zudem bei der Strategie, Entscheidungen in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheistämtern zu treffen und somit vor Ort auf auftretende Infektionen reagieren zu können. Eine Maskenpflicht für Grundschüler stehe nicht zur Debatte.

  • Top-Thema

    Hessen verschärft die Regeln für Feiern und Veranstaltungen

    In einer Pressekonferenz hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag über die neuen Corona-Regeln informiert, die zum großen Teil aus den Ergebnissen der Gespräche der Länder mit der Bundeskanzlerin resultieren. Wie bereits zuvor bekannt, hat Hessen das Beherbergungsverbot aufgehoben. "Es hat sich nicht als zielführend erwiesen", sagte Bouffier. Etwas komplizierter wird es bei den Einschränkungen des alltäglichen Lebens abhängig von den Inzidenzen. Folgende Änderungen wurden beschlossen:

    • Unter einer Inzidenz von 35 gelten weiterhin die alten hessischen Regeln. Bei Veranstaltungen sind bis zu 250 Teilnehmer zugelassen, bei privaten Feiern bis zu 50.
    • Ab einer Inzidenz von 35 verschärfen sich die Vorgaben: Bei öffentlichen Veranstaltungen sind dann nur noch 150 Teilnehmer zugelassen, bei privaten Feiern noch 25 Personen. Dringend empfohlen wird jedoch eine Höchstzahl von 15.
    • Ab einer Inzidenz von 50 dürfen maximal 100 Personen an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, an privaten Feiern noch 10. Zudem gilt dann eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens, ebenso ein Ausschankverbot für Alkohol.

    Das Land gibt diese Regelungen als Handlungsempfehlung an die Kommunen heraus, die dann für die Umsetzung zuständig sind. Die Kommunen dürfen die Regeln verschärfen, jedoch nicht abschwächen.

  • Ministerin Dorn mit Coronavirus infiziert

    Die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose (Grüne) befinden sich derzeit als Kontaktpersonen in einer selbstverordneten Quarantäne. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag bei einer Pressekonferenz mit.

  • Coronatest statt Pressekonferenz für Ministerin

    Sicher ist sicher: Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), hat sich am Montagvormittag bei der Pressekonferenz zur Neueröffnung des Jüdischen Museums in Frankfurt entschuldigen lassen. Wegen Erkältungssymptomen blieb Dorn der Veranstaltung lieber fern. Sie wartet nun das Ergebnis eines Coronatests ab, wie ein Sprecher sagte. Das Museum wird am Mittwoch nach fünfjähriger Umbauzeit wiedereröffnet.

  • Corona-Newsletter für Hessen

    Die Corona-Krise hat in den letzten Wochen wieder deutlich an Dynamik gewonnen. Deswegen verschicken wir ab sofort unseren beliebten Corona-Newsletter wieder zwei Mal pro Woche. Darin fassen wir die wichtigsten Entwicklungen in Hessen für Sie zusammen und liefern sie Ihnen regelmäßig direkt ins Postfach. Hier können Sie sich registrieren.

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  • Einzelhandel beobachtet noch keine Hamsterkäufe

    Die gestiegenen Corona-Fallzahlen haben in Hessen nach Einschätzung des Einzelhandelsverbandes noch nicht zu verbreiteten Hamsterkäufen geführt. "Derzeit beobachten wir keine flächendeckenden Veränderungen des Einkaufsverhaltens der Kundinnen und Kunden", erklärte Verbandspräsident Jochen Ruths am Montag laut einer Mitteilung. Die Nachfrage in den Lebensmittelgeschäften gehe aktuell nicht über den normalen Bedarf hinaus. Niemand müsse leere Regale fürchten.

    Die Warenversorgung sei stabil und es gebe keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen, berichtete der Handelsverband Hessen. Ruths appellierte an die Verbraucher: "Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da." Fotos in den sozialen Medien hatten in den vergangenen Tagen wieder häufiger leere Regale insbesondere für Klopapier gezeigt. Erste Politiker haben an die Bürger appelliert, sich nur für den tatsächlichen Bedarf einzudecken.

    Menschen tragen Atemschutzmasken und stehen vor einem Supermarkt in einer Schlange.
  • Strengere Regeln ab heute

    Das Corona-Kabinett der Landesregierung will am Nachmittag neue Vorgaben für Hessen festzurren und verkünden. Unabhängig davon treten heute bereits einige bereits beschlossene strengere Regeln in Kraft. So darf privat nur noch mit maximal 50 Personen gefeiert werden, egal ob in gemieteten oder öffentlichen Räumen. In Corona-Hotspots sind sogar deutlich weniger Leute zugelassen. Öffentliche Veranstaltungen mit einem klaren Hygienekonzept bleiben auf 250 Teilnehmer beschränkt. Für Schwimmbäder, Theater, Lokale und Geschäfte gelten aber nur noch die allgemeinen Abstandsregeln. Die bisherige Vorgabe, dass für jede Person drei Quadratmeter Platz sein muss, entfällt.

    Neu ist außerdem: Gastronomen müssen die Angaben auf den Gästelisten in Zukunft genauer prüfen und dürfen dafür die Vorlage des Personalausweises verlangen. Das Corona-Kabinett der Landesregierung will heute über weitere Maßnahmen entscheiden.

  • Top-Thema

    Krankschreibung wieder per Telefon möglich

    Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

    Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Die Ärzte müssen dazu die Patienten persönlich am Telefon zu ihrem Zustand befragen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Top-Thema

    336 Neuinfektionen, Inzidenz in Frankfurt steigend

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen stieg binnen 24 Stunden um 336. Es wurden drei weitere Todesfälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Montag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 576. Seit Beginn der Pandemie wurden 25.776 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.900 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz beträgt dort 119,7. Dicht dahinter folgt Frankfurt mit einem weiterhin stark steigenden Wert von 118,0. Auch Kassel (106,9) und Groß-Gerau (85,2) liegen deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen. Eine Übersicht aller Kreise und kreisfreien Städte finden Sie hier.

  • Corona-Demonstrationen in Fulda

    Rund 300 Menschen haben sich am Sonntag in Fulda zu einer Anti-Corona-Demo und einer Gegendemonstration versammelt. Dabei sei es zu gegenseitigen verbalen Anfeindungen gekommen, teilte die Polizei mit. Beamte hätten immer wieder bei den Teilnehmern, die gegen die Maskenpflicht demonstrierten, auf das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung einwirken müssen.                           

  • Top-Thema

    Quarantäne nicht akzeptiert: 86 Flüchtlinge verlegt

    Nach dem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim in Kassel-Niederzwehren sind 86 negative getestete Bewohner vorerst in zwei Ausweichquartiere verlegt worden. Das teilte das zuständige Regierungspräsidium Gießen am Sonntag mit. Ziel der Maßnahme sei es, positiv und negativ getestete Personen räumlich soweit wie möglich zu trennen. In der kommenden Woche sollen weitere Tests durchgeführt werden.

    "Wir mussten leider am Freitag feststellen, dass zahlreiche der auch positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner kein Verständnis für die Quarantäne-Maßnahmen zum Schutz aller haben", berichtet Manfred Becker, Abteilungsleiter im Regierungspräsidium. Im Laufe des späten Vormittags hatte es eine Auseinandersetzung in der Einrichtung gegeben, die von der Polizei geschlichtet werden musste. "Das Hauptproblem ist, dass viele der Betroffenen den Sinn der Quarantäneverfügung nicht verstehen und akzeptieren, da sie sich völlig gesund fühlen und auch symptomfrei sind." Vorausgegangen war ein Covid-19-Ausbruch mit 112 positiv getesteten Bewohnern und Bewohnerinnen der Erstaufnahmeeinrichtung.

  • Top-Thema

    Land gibt am Montag neue Corona-Vorgaben bekannt

    Am Montag will das Corona-Kabinett der Landesregierung neue Corona-Vorgaben beschließen. Gegen 13.30 Uhr wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) dann in der Staatskanzlei in Wiesbaden die Ergebnisse vorstellen. Schon vorab wurde bekannt, dass Hessen das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots abschaffen will.

    Das Gremium will außerdem über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche beraten. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. Diese sollen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. So soll dort die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden.

  • Digitale Buchmesse: mehr Verwirrung als echte Innovation

    Eine ungewöhnliche Frankfurter Buchmesse ist am Sonntag zu Ende gegangen. Leere Hallen, kaum Begegnungen - keine Chance für Emotionen. Der erzwungene Schub ins Digitale brachte mehr Verwirrung als echte Innovation. Wir haben Bilanz gezogen.

  • Friedenspreis-Verleihung unter Pandemie-Vorzeichen

    Vor einer Pandemie der Repression und des Nationalismus hat der indische Wirtschaftswissenschaftler Armatya Sen am Sonntag gewarnt. Sen wurde in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt - aufgrund der Corona-Pandemie war der 86-Jährige jedoch nicht in der Paulskirche persönlich anwesend, sondern nur per Videoschalte aus seinem Haus im US-amerikanischen Cambridge.

    "Leider gehört die erhebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht der Vergangenheit an, und es gibt immer mehr Länder, in denen autoritäre Entwicklungen die Freiheit zu widersprechen schwieriger – oft viel schwieriger – machen als früher", sagte Sen. Er nannte sein Heimatland Indien, Brasilien, Ungarn und Polen als Beispiele.

    Der Laudator, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, würdigte den Wirtschaftsnobelpreisträger von 1998 als Weltbürger, der sich gegen die Ungerechtigkeiten der Welt stemme und die Welt dank seiner Bestseller verändert habe. Steinmeier sprach im Übrigen ebenfalls nicht in der Paulskirche, da er sich nach der Corona-Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte. Der Schauspieler Burghart Klaußner verlas seine Rede.

  • Top-Thema

    Streit um Lüft-Gebot im Klassenzimmer

    Nach den Herbstferien sollen Lehrer und Schüler alle 20 Minuten in den Klassenzimmern stoßlüften, so sieht es eine neue Hygiene-Regel des Kultusministeriums vor. Reicht das, um Corona-Infektionen an Schulen zu verhindern? Minister Alexander Lorz (CDU) ist da zuversichtlich. Die Lehrer-Gewerkschaft GEW bangt wegen fallender Temperaturen um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen und vermisst weiterhin umfassende Konzepte in der Schulpolitik des Landes im Kampf gegen die Pandemie.

  • Wo das Beherbungsverbot noch gilt

    Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten gilt nur noch in wenigen Bundesländern:

    • In Hamburg müssen Touristen schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in einem deutschen Risikogebiet aufgehalten haben oder einen Negativtest vorlegen.
    • In Sachsen-Anhalt gilt die Regelung für Touristen aus Corona-Risikogebieten - ausgenommen, sie können einen maximal zwei Tage alten Negativtest vorlegen.
    • Gleiches gilt für Schleswig-Holstein.
    • Die schärfste Regelung hatte bislang Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings entfällt die dort geltende Quarantänepflicht für Touristen aus deutschen Corona-Risikogebieten ab Mittwoch. Nötig ist dann auch hier ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

    In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg kippten Gerichte das Beherbergungsverbot zuletzt. Die Regierungen des Saarlands, von Bayern und Sachsen setzten es zum Wochenende hin außer Kraft - die schwarz-grüne Koalition in Hessen folgt ihnen darin vermutlich am Montag. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Berlin und Bremen führten die umstrittene Regelung erst gar nicht ein.

  • Miese Herbstferien-Bilanz der Hotels

    In etlichen Häusern bis zu 80 Prozent weniger Gäste als üblich: Diese Bilanz zieht der Landesverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands für die am Sonntag endenden Herbstferien. Hotelbetreiber sind vor allem sauer aufgrund des Beherbergungsverbots, das Übernachtungen aus Corona-Hotspots in anderen Bundesländern untersagt. Dabei hätten viele Häuser ohnehin hohe Hygienestandards und ihre Corona-Hausaufgaben längst gemacht.

  • Top-Thema

    Gesundheitsämter melden 407 Neuinfektionen und einen Todesfall

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen stieg binnen 24 Stunden um 407. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 573. Seit Beginn der Pandemie wurden 25.440 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.700 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz beträgt dort 115,1 - etwas weniger als am Vortag. Es folgen Kassel mit 106,9 und Frankfurt mit 101,0. In Hessens größter Stadt lag der Wert am Vortag fast zehn Punkte niedriger. Auch der Kreis Groß-Gerau (85,2) liegt deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen.

    Über dem kritischen 50er-Wert liegen ebenfalls einige Kreise. Es wird angenommen, dass die Gesundheitsämter ab einer Inzidenz von 50 die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr leisten können.

  • Top-Thema

    Main-Taunus-Kreis verschärft Corona-Regeln

    Der Main-Taunus-Kreis weitet die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aus. Nach Angaben von Landrat Michael Cyriax (CDU) gelten von Montag an folgende Regelungen:

    • Maskenpflicht an weiterführenden Schulen
    • maximal zehn Personen bei privaten Feiern
    • maximal fünf Personen bei Treffen im Freien und in Gaststätten
    • keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen
    • Besuchsbeschränkungen

    Der Landkreis habe am Freitag die Allgmeinverfügungen an die national und regional abgestimmten Empfehlungen angepasst und veröffentlicht, so Cyriax. Den Schritt begründete er mit den anhaltend hohen Fallzahlen im Landkreis. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort aktuell bei 67,1. Die nun beschlossenen Beschränkungen gehen zum Teil weiter als in anderen Kreisen oder Städten im Rhein-Main-Gebiet.

  • Appell: Kinder mit möglichen Corona-Symptomen daheim lassen

    Zum Schulstart nach den Herbstferien am Montag appelliert Kultusminister Alexander Lorz (CDU) an die Eltern, ihre Kinder nicht mit Symptomen einer möglichen Corona-Infektion in die Schule zu schicken. Hier gehe es ausdrücklich nicht um die normale Schnupfennase, die kein Problem sei. Aber bei den typischen Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder einem Verlust des Geschmackssinns sei Vorsicht geboten, sagte der Minister der Nachrichtenagentur dpa.

    Bislang hätten sich die Schulen aber nicht als Treiber der Pandemie gezeigt, so Lorz: "Unsere Schulen haben sich nicht zu Hotspots entwickelt. An jedem Tag konnten über 99 Prozent der Schüler zur Schule gehen." Trotzdem sei die Corona-Pandemie natürlich eine Belastung für alle in der Schulgemeinde.

  • Rund 7.860 Verstöße gegen Corona-Regeln

    Hessens Polizei hat bislang rund 7.860 Verstöße gegen die Corona-Regeln registriert. Das teilte das Innenministerium in Wiesbaden auf dpa-Anfrage mit (Stichtag 10. Oktober). Der größte Teil der Verfahren betraf seit März mit etwa 6.500 Fällen die Kontaktbeschränkungen. Die Zahl der Verstöße gegen die Maskenpflicht lag demnach bei rund 690, mehr als 440 Mal wurden angeordnete Schließungen etwa in der Gastronomie oder von Spielplätzen missachtet. Die Hygienevorschriften seien 90 Mal nicht eingehalten worden. Die Zahl der Verstöße insgesamt waren im August (430) und September (420) recht konstant, im Oktober wurden in den ersten zehn Tagen 60 Fälle gezählt.

    Ein Sprecher des Ministeriums verwies darauf, dass in den Zahlen ausschließlich die Ordnungswidrigkeitsanzeigen erfasst seien, die von der Polizei gefertigt werden. Die Höhe der verhängten Bußgelder sowie eine statistische Erhebung aller Anzeigen werde nicht zentral erfasst, da die Zuständigkeit bei den Gesundheits- und Ordnungsämtern liege.

  • Top-Thema

    Mehr Kommunen über kritischem Wert

    Die Corona-Pandemie in Hessen gewinnt weiter an Dynamik: Die Zahl der Neuinfektionen stieg binnen 24 Stunden um 882, so stark wie noch nie zuvor. Im Zusammenhang mit Corona wurde ein weiterer Todesfall registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Samstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen stieg damit auf 572. Seit Beginn der Pandemie wurden 25.033 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.500 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz stieg dort auf 117,4, gefolgt von Kassel (105,9) und Frankfurt (91,8). Auch der Kreis Groß-Gerau (89,2) liegt deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen.

    Auch über dem kritischen 50er-Wert liegen jetzt noch weitere Kommunen. Hinzu kamen den Angaben zufolge die Stadt Darmstadt mit einem Wert von 54,4, der Lahn-Dill-Kreis (50,5) sowie der Kreis Marburg-Biedenkopf (52,2). Es wird angenommen, dass die Gesundheitsämter ab einer Inzidenz von 50 die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr leisten können.