In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Montag:

    • Der Lockdown in Deutschland könnte einem Bericht zufolge bis Ende Mai oder Mitte Juni andauern. Die Bundesregierung gehe von einer verschärften Infektionslage aus, die noch sechs bis acht Wochen andauern werde, berichtete der Tagesspiegel unter Berufung auf eine Besprechung der Länder mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Sonntag.
    • Die Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson können in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne heute mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen davon sollen nach Deutschland gehen.
    • Der Bund hält trotz Kritik an dem Zeitplan für das Infektionsschutzgesetz fest. Am Dienstag wolle man das neue Gesetz im Kabinett beschließen. Die Abstimmungen zu der geplanten Neuregelung, die dem Bund mehr Kompetenzen in der Pandemie verschaffen sollen, liefen noch, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
  • Ausgangssperre in Offenbach bleibt bestehen

    In Offenbach bleibt die Ausgangssperre weiterhin bestehen, das teilte die Stadt am Montag mit. Zwei Antragsteller hatten gegen die Maßnahme der Stadt geklagt. Das Verwaltungsgericht wies die Klagen jedoch ab und bestätigte die Richtigkeit der Ausgangssperre. Lediglich ein paar Begriffe hätte die Stadt in ihrer Verfügung präzisieren müssen.

    "Die Inzidenz ist über 200, das ist sehr wichtig, nach fünf Tagen unter einer Inzidenz von 200 würden wir die Ausgangsbeschränkung auch sofort wieder aufheben", sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt liegt laut Gesundheitsamt bei 243,3 (Stand 11. April).

    Polizisten kontrollieren Autos und deren Insassen.
  • Kirchenpräsident für Beteiligung an Corona-Gedenktag

    Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, hat die Kirche dazu aufgerufen, sich an dem Corona-Gedenktag zu beteiligen. Viele Menschen hätten das Bedürfnis, "gemeinsam und öffentlich innezuhalten, an verstorbene Menschen zu denken und um sie zu trauern", sagte Jung.

    So könnte in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag für an Corona erkrankte und verstorbene Menschen Fürbitte gehalten werden, sagte die EKHN. Am 18. April soll bundesweit den Opfern der Corona-Pandemie gedacht werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Gedenktag angeregt.

    Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, sitzt am 12.12.2014 nach einer Pressekonferenz in Groß Gerau (Hessen) in einer Kirche.
  • So laufen die Modellprojekte in Alsfeld und Baunatal

    Die Stadt Baunatal (Kassel) ist am heutigen Montag als Modellkommune mit ersten Öffnungen für Geschäfte und die Außengastronomie gestartet. "Die Menschen kommen bereits, um sich testen zu lassen, und sich für einen negativen Test ein Tagesticket in Form eines farbigen Bändchens abzuholen", teilte eine Sprecherin mit. "Wir wünschen uns ein bisschen Sonne und ein paar Grad mehr, damit die Menschen auch in die Gastronomie kommen."

    Neben Baunatal gehört auch Alsfeld (Vogelsberg) zu den drei Modellkommunen in Hessen. Die Stadt hatte bereits am Donnerstag losgelegt. "Es ist genau so angelaufen - langsam und mit Vorsicht -, wie wir das intendiert hatten", sagte Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule (CDU). Viele Leute hätten sich bereits für Tests registrieren lassen und es sei auch "der eine oder andere verdeckte Fall dabei rausgefischt worden, der jetzt keinen anderen mehr anstecken kann". Etwa 20 Prozent der Besucherinnen und Besucher seien aus anderen Landkreisen angereist.

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    Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Start des Modellprojekts in Baunatal

    Märchenerzählerin Dorothea Viehmann blickt von einem Brunnen auf Baunatals Innenstadt
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  • Top-Thema

    Offenbar Einigung auf Testpflicht

    Unternehmen sollen offenbar doch zu einem Corona-Testangebot für Angestellte verpflichtet werden, das berichtet die tagesschau. Nach Angaben der SPD sei sich die Koalition einig darüber, Unternehmen zu einem Schnelltest-Angebot für Präsenzbeschäftigte zu verpflichten.

    Dies werde nun in der Kabinettssitzung von der Bundesregierung auf den Weg gebracht, teilten die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach einer Präsidiumssitzung mit. Die SPD geht davon aus, dass das Bundeskabinett insgesamt sowohl schärfere Corona-Regeln per Bundesgesetz beschließen als auch eine Verordnung für die Testangebotspflicht in Unternehmen billigen wird. Das Bundeswirtschaftsministerium soll nach einem Bericht des Spiegels eingelenkt haben.

    Hände träufeln Lösung in einen Corona-Test (dpa)
  • Corona-Betrüger bringen Rentner um Erspartes

    Am Freitagmittag ist ein 77-jähriger Offenbacher Opfer von Corona-Betrügern geworden. Der Mann ist von seinem angeblichen Sohn angerufen worden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der "Sohn" sagte demnach, dass er mit Corona im Krankenhaus liege und nur mit einer teuren Spritze aus Amerika gerettet werden könne.

    Der 77-Jährige übergab daraufhin einer unbekannten Frau auf der Straße mehrere tausend Euro in einer Tasche. Die Frau hat sich nach Angaben der Polizei als Mitarbeiterin der Klinik ausgegeben. Die Angst vor dem Coronavirus nutzen Betrügerinnen und Betrüger immer wieder gezielt, um Menschen um ihr Erpartes zu bringen. Dabei haben sie es vor allem auf ältere Menschen abgesehen.

  • Top-Thema

    Klagen gegen Ausgangssperre im Landkreis Groß-Gerau

    Gegen die Ausgangssperre im Landkreis Groß-Gerau sind am Montag zwei Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Darmstadt beantragt worden. Das hat ein Gerichtssprecher dem hr bestätigt. Die Anträge seien von Privatleuten gestellt worden. Der Kreis hat nun Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Eine Entscheidung wird dem Sprecher zufolge in den kommenden Tagen erwartet.

    Die Ausgangssperre ist seit dem 1. April in Kraft und soll zunächst bis zum kommenden Sonntag gelten. Der Kreis hatte sie angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verhängt, obwohl die vom Eskalationsstufenkonzept der Landesregierung hierfür vorgesehene 7-Tage-Inzidenz von 200 nicht erreicht wurde. Am Montag, 0 Uhr, lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 133,1. Landrat Thomas Will (SPD) will einer Sprecherin zufolge dennoch an der Ausgangssperre festhalten. Der Verwaltungsstab will sich planmäßig am Dienstag wieder treffen, um über die Corona-Maßnahmen zu beraten.

    Im Main-Kinzig-Kreis war am Freitag die Ausgangssperre bereits aufgehoben worden. Ein Kläger hatte für sich vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht per Eilantrag das Recht erstritten, die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr nicht beachten zu müssen.

  • Gießener "Impfbrücke" erfolgreich gestartet

    In Hessen werden aktuell 30 Prozent aller Impftermine mit Astrazeneca abgesagt, berichtet der Landkreis Gießen. Damit der Impfstoff nicht liegen bleibt, gibt es in Gießen seit Sonntag das Online-Portal "Impfbrücke". Nachrücken können Impfberechtigte aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2. "Wir können so kurzfristig denjenigen, die schon lange warten, eine Impfung ermöglichen und dadurch das Impftempo beschleunigen", sagte Landrätin Anita Schneider (SPD).

    Die Resonanz sei "ausgesprochen gut". Nach ein paar Minuten bereits waren alle 480 offenen Termine vergeben, so ein Pressesprecher des Kreises. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Impfberechtigte, die sich bereits durch das Terminvergabeportal des Landes Hessen registriert haben. In Darmstadt soll es ab Montag ebenfalls eine Impf- Nachrückerliste geben - für über 70-Jährige.

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    Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Raschere Impftermine im Kreis Gießen

    Eine alte Frau mit Begleitung auf dem Weg zur Impfung in Gießen
    Ende des Audiobeitrags
  • Buchungsstopp in zehn hessischen Testzentren

    Die im hessischen Dillenburg ansässige Firma CoviMedical hat einen Buchungsstopp für zehn Coronavirus-Testzentren in Hessen verhängt. Betroffen davon sind unter anderem die Zentren in Kassel, Herborn, Darmstadt, Wetzlar und Wiesbaden. Grund dafür sei, dass die entstandenen Kosten für das Testmaterial nicht schnell genug erstattet werden. Die Betreiber müssen das Geld zunächst vorstrecken, erstattet bekommen sie es ab Mitte April vom Bund. Der große Ansturm auf die Tests habe dem Unternehmen einen Strich durch die Planungen gemacht.

    Wer bereits einen Testtermin erhalten habe, könne diesen noch wahrnehmen, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Die Vergabe neuer Testtermine sei jedoch vorerst eingestellt worden. Parallel arbeite das Unternehmen an einer Lösung. Helfen würden eine schnellere Abrechnung oder eine Bürgschaft vom Bund bei den Banken, so das Unternehmen.

  • Geld für digitales Ehrenamt

    Um das Ehrenamt in Hessen während Corona digitaler zu machen, ist im Jahr 2020 rund eine Million Euro vom Land geflossen. Das geht aus einer Antwort des Digitalministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor. Rund 109 Vereine und Instiutionen seien finanziell unterstützt worden.

    Das Geld floss unter anderem in die Digitalisierung der Mitgliederverwaltung eines Turn- und Sportvereins, wurde für Online-Gruppen und Vorstandsarbeit sowie für digitale Schulungen zum Kleingartenwesen benötigt. Schon das Antragsverfahren habe gezeigt, dass eine große Nachfrage besteht, die Vereinsarbeit durch digitale Techniken zu erleichtern, erklärte das Ministerium. Von insgesamt 392 Anträgen hätten 283 aufgrund des erschöpften Budgets abgelehnt werden müssen.

  • Zahl der Insolvenzen sinkt

    Zum Jahresbeginn ist in Hessen von einer coronabedingten Insolvenzwelle nichts zu spüren. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen habe im Januar deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen, teilte das Statistische Landesamt am Montag mit. Im Januar haben 81 Unternehmen in Hessen Insolvenz beantragt. Das sind 23 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

    Auch die vorläufigen Zahlen für den Februar lagen unter den Werten des Vorjahresmonats. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Denn Firmen, bei denen die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen noch aussteht, waren von der Pflicht zur Insolvenzantragsstellung befreit.

  • Top-Thema

    Corona-Kabinett tagt zu Schulregeln

    Wie wird es nach den Osterferien mit dem Schulbetrieb weitergehen? Unter anderem diese Frage soll heute bei dem Treffen des Corona-Kabinetts geklärt werden. Welche Regeln in Hessen gelten sollen, wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Kultusminister Alexander Lorz (CDU) nach den Beratungen um 18 Uhr in einer Pressekonferenz erklären. hessenschau.de wird die Pressekonferenz live übertragen.

  • Top-Thema

    Forscher kritisieren Corona-Politik

    Aerosolforschende haben die Debatten über Joggen im Freien oder Treffen in Biergärten kritisiert. In einem offenen Brief haben die führenden Köpfe der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAef) die Bundesregierung aufgerufen, ihren Umgang mit der Corona-Pandemie teilweise zu überdenken.

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien sich einig: Die Übertragung der Viren finde "fast ausnahmslos in Innenräumen statt". Zu Clusterinfektionen komme es vor allem in Altenheimen, Wohnheimen, Schulen, bei Veranstaltungen, Chorproben oder Busfahrten. Ansteckungen im Freien seien hingegen äußerst selten.

    Dr. Gerhard Scheuch aus Gemünden (Waldeck-Frankenberg) ist einer der beteiligten Forscher. Er sagt, die Corona-Kommunikation sei katastrophal. Durch Verbote, wie sich in Parks zu treffen, beliebte Strecken für Spaziergänge komplett zu sperren oder auch die angedachten nächtlichen Ausgangssperren, entstehe der Eindruck: "Achtung! Draußen ist es gefährlich, bleibt drinnen." Doch genau das Gegenteil sei der Fall, man müsse die Leute motivieren rauszugehen.

  • Top-Thema

    Klinikbeschäftigte fordern mehr Personal

    Bundesweit protestieren Klinikbeschäftigte am Montag für eine bessere Personalsituation in Krankenhäusern. Der Schwerpunkt der Aktionen soll im Rhein-Main-Gebiet liegen. Die Beschäftigten kritisieren, dass im aktuellen Entwurf "Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung" des Bundestages das Personal erneut nicht ausreichend bemessen werde.

    "Die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern sind am Ende ihrer Kräfte, und das nicht erst seit der Corona-Pandemie", sagt Georg Schulze, Landesfachbereichsleiter Gesundheit bei der Gewerkschaft ver.di in Hessen. Schon seit Jahren mache man darauf aufmerksam, dass es überall an Personal fehle. Trotz vieler Versprechungen der Politik komme in den Kliniken nichts an.

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und ver.di seien damit beauftragt worden, ein Instrument zur Personalbemessung zu erarbeiten. Seit über einem Jahr liege dieses vor, doch passiert sei damit nichts. "Etliche reduzieren ihre Arbeitszeit oder flüchten ganz aus dem Beruf, weil sie es nicht mehr aushalten,“ sagt Uwe Richtmann, Personalratsvorsitzender der Frankfurter Uniklinik.

    Demo Klinikbeschäftigte Corona Personal
  • Nächstes Lockdown-Semester startet

    Am Montag gehen die Vorlesungen zum Sommersemester los. Bereits zum dritten Mal in der Corona-Pandemie startet an den hessischen Hochschulen ein digitales Semester. Betroffen sind davon rund 150.000 Studierende und 30.000 Studienneulinge. Gerade für die Erstsemester ist das digitale Lernen eine große Belastung. Viele studieren aus dem heimischen Kinderzimmer.

  • Viele Prostituierte stark verschuldet

    Mehr als ein Jahr nach der coronabedingten Schließung der Bordelle sind viele in Hessen arbeitende Prostituierte bereits stark verschuldet. Das geht aus der Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP zurück. Fachberatungsstellen hätten dem Ministerium die Situation der Prostituierten als prekär beschrieben, heißt es darin. Der Beratungsbedarf habe sich insbesondere zu Beginn der Pandemie deutlich erhöht - vor allem, wenn es um existenzielle Notlagen, Beantragung von Sozialleistungen, psychosoziale Beratungen und Infektionsschutz gehe.

    Während Bordelle und ähnliche Einrichtungen geschlossen seien, umfasse das Verbot nicht die Vermittlung von Prostituierten nach Hessen, etwa über Escort Services. Zur Lage von Prostituierten, die nun außerhalb von Bordellen oder Clubs ihrem Gewerbe nachgehen, hieß es, es bestehe die Gefahr, dass unseriöse Kunden und Zuhälter die derzeit bestehenden Existenznöte der Prostituierten ausnutzten. Die Landesregierung sei sich der Auswirkungen der Pandemie auf Prostituierte sowie das Prostitutionsgewerbe sehr bewusst, hieß es zum Drängen vieler Bordellbetreiber auf Öffnungsmöglichkeiten. "Dennoch besteht unverändert ein besonders hohes Infektionsrisiko, das bei der sexuellen Dienstleistung noch gesteigert wird."

  • Baunatal öffnet Geschäfte und Außengastronomie

    Die Stadt Baunatal (Kassel) startet am heutigen Montag als Modellkommune mit ersten Öffnungen für Geschäfte und die Außengastronomie. Das Angebot ist zunächst beschränkt auf Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, die zudem einen negativen Coronatest vorweisen müssen. An diesem Donnerstag soll auch ein Kino in der nordhessischen Gemeinde wieder öffnen.

    Neben Baunatal hatte das Land aus zahlreichen Bewerbungen zwei weitere Modellkommunen ausgewählt. Dieburg hatte sich wegen der dynamischen Infektionslage aber erst einmal gegen Öffnungen entschieden. In Alsfeld läuft der Versuch als Corona-Modellstadt seit Donnerstag.

  • Top-Thema

    628 Neuinfektionen, Inzidenz steigt

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 628 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben sieben Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.488. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 233.812 Corona-Fälle gemeldet.

    Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 138,7 am Vortag auf 141,5. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weisen die Kreise Hersfeld-Rotenburg (248,5) und Fulda (242,9) sowie die Stadt Offenbach mit 236,4 auf. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Rheingau-Taunus-Kreis mit 82,8, gefolgt vom Werra-Meißner-Kreis (83,5). Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Sonntag:

    • Intensivmedizinerinnen und -mediziner fordern eine möglichst schnelle Änderung des Infektionsgeschutzes. Die Zahl der Intensivpatientinnen und -patienten in Krankenhäusern steige weiter, deshalb zähle jeder Tag. Die Lage sei jetzt schon "dramatisch", sagte Gernot Marx, der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem ARD-Hauptstadtstudio.
    • Das Impfprogramm in den USA kommt rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Imfpungen verabreicht worden. Das sei "ein neuer Rekord" schrieb Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter.
    • Ab morgen können die Kneipen und Restaurants in England wieder ihre Außenbereiche öffnen. Die Gastronominnen und Gastronomen freuen sich. Doch für einige kommt die Öffnung schon zu spät.
  • Top-Thema

    Spontane "Querdenker"-Kundgebung im Rebstockpark

    Nach der Absage der Großdemonstration in Frankfurt, zog es einige "Querdenker" in den Rebstockpark. Die im Stadtgebiet verteilten kleineren "Querdenker"-Gruppen beschlossen spontan, sich doch noch auf den Weg zum Rebstockgelände zu machen. Dort fand letztlich ein Treffen der verbliebenen Corona-Kritiker statt.

    Anstelle der im Vorfeld teilweise erwarteten weit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fanden sich bei einsetzendem Regen rund 400 Protestierende ein. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. Zunächst war von 200 Protestierenden die Rede. In der Nähe des hr fand indes eine Gegendemonstration mit ungefähr 150 Menschen statt. Sie wehrten sich gegen eine Kritik der Medien-Berichterstattung.

  • FDP: Bouffier soll Zentralisierungspläne stoppen

    Die FDP im hessischen Landtag hat die Pläne der Bundesregierung, die Steuerung der Corona-Schutzmaßnahmen zu zentralisieren, "aberwitzig" genannt. Schließlich habe der Bund bei seinen hauptverantwortlichen Aufgaben wie Impfstoff-, Test- und Maskenbeschaffung bislang "auf ganzer Linie versagt", sagte der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock. Es sei daher fragwürdig, dass das Land noch mehr Kompetenzen abgeben solle.

    Kritik übte Rock auch an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der bekannt sei als Verfechter und Verteidiger des Föderalismus. Bouffier solle seiner Rolle als dienstältester Ministerpräsident und CDU-Vize gerecht werden und die Pläne aus dem Kanzleramt stoppen.

    Bouffier hatte sich vor zwei Wochen kritisch gegenüber Zentralisierungsplänen geäußert. Als Negativbeispiel nannte Bouffier Frankreich, wo sich der Inzidenzwert derzeit um die 300 herum bewegt. Dem Handelsblatt sagte er damals: "Ich rate davon ab, das Regelwerk zu zentralisieren und die Gesetze zu verschärfen."

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    Wirtschaft kritisiert geplante Testpflicht

    Pro Woche ein Corona-Selbsttest für ihre Angestellten - dazu sollen Unternehmen nach den Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verpflichtet werden. Diese Regelung möchte er am Dienstag im Kabinett durchsetzen. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) ist verärgert über den Plan. Die Politik suche Schuldige für eigene Versäumnisse.

    "Nun sollen Unternehmen dafür geradestehen, dass es an Impfstoff mangelt. Die Bundesregierung und Minister Heil entziehen den Betrieben Vertrauen", sagt Eberhard Flammer, Präsident des HIHK. Zwischen 80 bis 90 Prozent der Betriebe würden bereits testen oder bald damit starten - trotz kurzer Vorbereitungszeit. Dem Staat hingegen gelinge es in einem Jahr nicht, eine vernünftige Teststrategie aufzustellen. "Warum mit einer Pflicht drohen, wenn bereits so viel passiert? Das ist vertrauensloser Aktionismus", sagt Flammer.

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    "Querdenker" sagen Demonstration in Frankfurt ab

    Die für Sonntag geplante Demonstration der "Querdenken"-Bewegung in Frankfurt ist von den Veranstaltern kurzfristig abgesagt worden. Wie die Polizei dem hr bestätigte, sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von einem Ausweichen auf das von der Stadt zugewiesene Rebstockgelände ab. Ursprünglich sollte die Kundgebung gegen die Corona-Berichterstattung in den Medien nahe dem Hessischen Rundfunk stattfinden. Vereinzelte Ansammlungen vor dem hr waren von der Polizei bereits am Mittag konsequent unterbunden worden. Rund 1.000 "Querdenker" waren angemeldet. Wie viele tatsächlich anreisten, ist unklar.

  • Polizist bei Corona-Kontrolle verletzt

    Bei der Kontrolle einer Gruppe junger Leute im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden durch die Polizei hat ein 21-Jähriger in der Nacht zum Sonntag einen Beamten verletzt. Die sechs Personen sollten auf Verstöße gegen Corona-Auflagen hin überprüft werden, nachdem sie lärmend durch die Straßen gezogen waren. Dabei leistete der 21-Jährige nach Mitteilung vom Sonntag so massiven Widerstand, dass die Beamten Pfefferspray einsetzten. Der Mann wurde überwältigt und zur Wache gebracht, wo seine Personalien aufgenommen wurden. Ihn erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte. Neben dem Polizisten wurde auch der Angreifer leicht verletzt.

  • "Querdenker"-Demo in Frankfurt

    In Frankfurt ist für heute eine Demonstration der "Querdenken"-Bewegung geplant. Sie soll von 14 bis 18.30 Uhr im Rebstockpark stattfinden. Die ursprünglich auf der Bertramswiese nahe dem Hessischen Rundfunk geplante Demonstration für "Medienkritik und Kulturerhalt" war dorthin verlegt worden, weil die Behörden aufgrund der bundesweiten Bewerbung von mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgehen. Für die Veranstaltung gilt eine umfassende Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sowie eine Abstandsregelung der Demonstrierenden untereinander und zu unbeteiligten Dritten. Ein zunächst geplanter Demonstrationszug der "Querdenker" zur Konstablerwache soll nicht stattfinden. Kritiker der Bewegung kündigten Gegendemonstrationen an.